Montag, 26. März 2012, 08.05 Uhr

VBCZU gegen das Welschland

Am letzten Wochenende standen zwei Spiele des VBC züri unterland gegen die beiden französischsprachigen Teams der NLA Playouts an. Die Ausgangslage war spannend. Sollten die Unterländer es schaffen an diesem Wochenende zu punkten, würden sie sich in eine optimale Ausgangslage für den Playout-Finish bringen.
Am Samstag machten sich die Zürcher zum letzten Mal in dieser Saison auf den langen Weg nach Lausanne um gegen den Lausanne Université Club zu spielen. Da für LUC die Saison bereits gelaufen ist, hofften die Unterländer auf einen Überraschungscoup gegen das Profiteam. Wenn der VBCZU seine beste Leistung übers ganze Spiel hinweg hätte abrufen können, wäre dieser auch dringelegen. Das Zürcher Spiel war nicht schlecht, aber auch nicht über längere Zeit hinweg gut genug um die Lausanner zu schlagen. So kam es, dass die Unterländer zwar immer mithalten konnten aber der entscheidende Zwick fehlte und sie zu oft am starken Block des Heimteams scheiterten. Diese Leistung reichte nur für ein 23:25, 21:25, 18:25. Entsprechend entschlossen es am Sonntag besser zu machen traten die Züricher den Heimweg an. Und so sollte es auch kommen…

Vor voller Heimhalle trat der VBCZU gegen Lutry-Lavaux an, welches von den Zürchern noch nie hatte bezwungen werden können. Der Start verlief denkbar schlecht, die ersten 3 Sideouts misslangen. Danach fing sich das Heimteam und konnte das Spiel ausgeglichen gestalten, allerdings wurden immer wieder die einfachen Punkte nicht verwertet, was am Schluss zu einem 25:27 Satzverlust führte. Ähnlich ging es weiter: Obwohl die schwierigen Punkte immer verwertet wurden, konnten die Zürcher sich nie vom Gegner absetzten. Der Satz zeigte viele spektakuläre Ballwechsel und am Ende stand es 25:23 für den VBCZU. Im dritten Satz gelang dem Heimteam nicht viel und er ging 20:25 an die Gastmannschaft. Danach fassten sich die Zürcher ein Herz und plötzlich stimmte wieder alles zusammen, die Annahmen waren präzise, das Spiel schnell, die Angreifer punkteten regelmässig. Nach Satzende zeigte das Score 25:20. Dank der neuen Regel ging es im fünften Satz noch um den dritten zu vergebenden Punkt. Die Zürcher zeigten Nervenstärke und gingen mit einem optimalen Start 3:0 in Führung. Die Seiten wurden beim Stand von 8:6 gewechselt und es stand 10:6 als sich Kurioses ereignete. Lutry’s Aussenangreifer Baldy ereiferte sich über einen Schiedsrichterentscheid dermassen, dass dieser gerechtfertigterweise die gelbe Karte und auf weitere Provokationen auch noch Rot und Gelb-Rot zückte, was neben 600.- Busse wohl auch mindestens eine Spielsperre nach sich zieht. Die Zürcher schafften es trotz der mehrminütigen Unterbrechung die Konzentration zu behalten und holten sich bis zum 14:6 weitere Punkte. Diesen Sieg liessen sie sich nicht mehr nehmen und schlugen Lutry-Lavaux zum ersten Mal in fünf Sätzen mit 15:8. Neben der sensationellen Mannschaftsleistung ist diejenige von Aussenangreifer David Lehner herauszustreichen, welcher mit sehr guter Annahme und Angriffen sowie druckvollen Services glänzte. Aussenangreifer Nicolas Keller nach dem Spiel: „Es war eine wirklich kompakte Mannschaftsleistung und der Sieg extrem wichtig für die Moral vor dem Playout-Finish.“

Damit sollte ein Sieg aus den letzten zwei Spielen für den sicheren Ligaerhalt reichen. Die Zürcher sind dank dieses, aber auch dank den Siegen aus den letzten Spielen gegen Münchenbuchsee und Smash Laufenburg klar zu favorisieren, so dass am Gründonnerstag das hoffentlich letzte Heimspiel der Saison in der Ruebisbachhalle stattfindet.

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