Montag, 17. Dezember 2012, 10.35 Uhr

Doppelsieg in Meisterschaft und Cup

Freude und Erleichterung über den ersten Sieg sind riesig.

Die Formkurve der Unterländer zeigte zuletzt leider nach unten. Die Spieler wirkten ausgelaugt und zuweilen gar lustlos. Dies war auch Trainer Karim Takouk nicht entgangen. In einer langen Sitzung, inklusive Videostudium wurde die Problematik diskutiert und offensichtlich ausgemerzt. Denn was die Zuschauer an diesem Samstag zu sehen bekamen war alles andere als lustlos. Das Heimteam um Captain Schatzmann startete hochkonzentriert in die Partie. Trotz einiger kleinen Unsicherheiten in der Annahme, punktete es regelmässig. Dies führte zu einer ausgeglichenen und hart umkämpften Partie. Im Verlauf des ersten Satzes erspielten sich die Unterländer sukzessive einen Vorsprung, den sie nicht mehr hergaben.

Der zweite Satz schien eine Kopie des Ersten zu werden. War er anfangs noch ausgeglichen, konnte sich das Heimteam, angetrieben von einem fantastischen Publikum, leicht vom Gegner absetzen und ging mit einer 16:12 Fährung in das zweite Technical Timeout. Doch nun wendete sich das Blatt. Die Gäste aus dem Welschland vermochten es den Satz zu drehen und gingen mit 18:16 in Führung. Trainer Takouk reagierte und wechselte De Notaristefano und Sturzenegger ein. Diese Massnahme zeigte Wirkung. Das Heimteam fand zu alter Stärke zurück und konnte bei 23:23 erstmals wieder ausgleichen. Das Ende des Satzes war ein regelrechter Krimi. Jeder einzelne Punkt musste hart erarbeitet werden. Es ergaben sich mehrere spektakuläre Ballwechsel mit überragenden Aktionen. Nach einer abermaligen Verteidigungsaktion war es schliesslich Thomas Schatzmann, der den ersten Satzball für das Heimteam mit einem wuchtigen Smash verwertete. Damit hatten die Unterländer den ersten Punktegewinn der Saison realisiert.

Der dritte Satz verlief dann weit weniger spektakulär. Der Widerstand der Gäste schien gebrochen. Rasch erspielten sich die Zürcher einen Vorsprung, den sie nicht mehr hergaben. So ergab sich das letztlich klare Ergebnis von 25:15.

“Endlich ist die hässliche Null weg. Mit dem ersten Sieg fällt uns eine grosse Last von den Schultern. Wir haben stets gut gearbeitet und wurden oft schlecht dafür belohnt. Nun hat es endlich geklappt!”, so Aussenangreifer Lehner. “Man merkte in dieser Woche schon im Training, dass ein Ruck durch die Mannschaft gegangen war. Wir waren gewillt alles aus und herauszuholen und somit unser bestes Volleyball zu zeigen.”, bestätigte Passeur Lunardi.

VBC Raiffeisen züri unterland – VBC Lutry-Lavaux 0:3 (25:19, 28:26, 25:15). Ruebisbach. – 100 Zuschauer. 1. SR: Hottinger Peter, 2. SR: Sieber Marcel. Züri Unterland: Bigger, Gahr, Lehner, Lunardi, Schatzmann, Stamm, Libero: Flück.
Einwechslungen: De Notaristefano, Sturzenegger

Auch im Cup erfolgreich

Am Sonntag folgte sogleich der nächste Sieg. Im Cup waren die Zürcher zu Gast beim VBC Uni Bern. Die Spieler von Trainer Takouk hatten das Spiel vom Vortag offenbar gut verdaut. Gegen aufopferungsvoll kämpfende Stadtberner erreichten sie einen knappen und doch ungefährdeten Sieg. Die Unterländer ziehen damit ins Viertelfinale ein.

“Es macht schon mehr Spass als Sieger vom Platz zu gehen. Ich könnte mich gerne daran gewöhnen”, bemerke Manuel Gahr nach dem Spiel. Als nächstes treten die Unterländer am nächsten Samstag gegen den TV Amriswil an. Hoffen wir, dass der Aufwärtstrend bestehen bleibt!

VBC Uni Bern – VBC Raiffeisen ZüriUnterland 0:3 (20:25, 23:25, 18:25). Ruebisbach. – 150 Zuschauer. Züri Unterland: Bigger, Lehner, Lunardi, Stamm, Sturzenegger, Von Deichmann; Libero: Flück. Einwechslungen: Gahr, Schatzmann

Sponsoren