Sonntag, 13. Januar 2013, 23.25 Uhr

Gegen Lugano war nichts auszurichten

Obwohl Lugano nominell eine Übermacht darstellte, konnten die Unterländer häufiger jubeln, als manch einer dies vermutet hätte.

Im letzten Spiel der Qualifikationsrunde der Volleyball NLA verloren die Herren vom VBC Raiffeisen Züri Unterland gegen den Tabellenführer aus Lugano am Samstag Abend in der Sporthalle Ruebisbach in Kloten mit 3:0 Sätzen und beenden diese somit auf dem letzten Rang. Damit starten die Unterländer nächstes Wochenende gegen Lutry-Lavaux und Laufenburg-Kaisten in die Playouts.

Die Ausgangslage vor dem Spiel hätte eindeutiger nicht sein können: Die internationalen Profispieler aus Lugano, welche diese Saison mit nur zwei Niederlagen jeweils in Tiebreaks die Liga dominierten, gegen die jungen Amateure aus Zürich. Ein nervöser Start der Unterländer brachte einen komfortablen Vorsprung für die Gäste. Während einerseits die eigene Annahme nicht genau genug war, konnte man andererseits im Service nicht den nötigen Druck aufbauen, um den Spielaufbau der Tessiner zu stören. Namentlich war es Banderò, das 120kg Kraftpaket aus Brasilien, der über die Diagonalposition nach Belieben punkten konnte. Doch Mitte des 1. Satzes konnte das Team um Trainer Karim Takouk den Respekt ablegen und das eigene Spiel aufziehen. Am Ergebnis von Durchgang 1 änderte dies nichts mehr (16:25), jedoch legten die Jungs in Satz 2 von Anfang an den Turbo ein. Viele Servicefehler der Luganesi und schnelle Pässe vor allem über Diagonalspieler Sturzenegger liessen den Satz bis 20:19 ausgeglichen. Ungenutzte Angriffsbälle aus guten Verteidigungsaktionen und der grosse Block der Gäste besiegelte aber auch hier das 22:25 für Lugano. Nach der 10 Minuten Pause war es lediglich der Libero von Lugano, welcher in der Annahme wackelte, der Rest des Teams servierte gut und liess mit 15:25 nichts mehr anbrennen.

Aussenangreifer von Deichmann, der zum ersten mal in der Startformation stand, meinte wie immer gut gelaunt: „Wenigstens gehen wir ohne Verletzungen aus dem Spiel“. Hatte er doch schlechte Erinnerungen an Banderò, der ihm am Supercup im September durch einen wuchtigen Angriff den kleinen Finger gebrochten hat. Er schaut motiviert in die anstehenden Playouts: „Ab jetzt kommt der wichtige Teil der Saison, der Abstiegskampf gegen Lutry und Laufenburg. Auch wenn einige Spieler gerade noch im Prüfungsstress sind, sind wir top motiviert und wollen so schnell wie möglich die rote Laterne weitergeben.“ - Ein machbares Ziel, den Laufenburg nimmt 2 Punkte, Lutry 1 Punkt und Zuzu keinen Punkt mit in die Playouts, in der jede Paarung vier Mal (2 Hin-/ 2 Rückspiele) gespielt wird.

Telegramm: VBC Raiffeisen Züri Unterland - EN Gas & Oil Lugano 0:3 (16:25, 22:25, 15:25). Sporthalle Ruebisbach. – 80 Zuschauer. – Züri Unterland: de Notaristefano, Sturzenegger, Bigger, Stamm, von Deichmann, Lehner. – Libero: Flück. – Einwechslungen: Schatzmann, Gahr.

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