Montag, 28. Januar 2013, 17.00 Uhr

Rückkehr auf die Siegerstrasse

In einem wenig spektakulären Spiel gewinnt der VBC Raiffeisen Züri Unterland in der heimischen Ruebisbachhalle gegen Volero Zürich klar mit 3:0. Mit diesem Sieg verteidigen die 1.Liga-Damen auch zwei Runden vor Ende der Rückrunde ihren Platz an der Spitze der Tabelle.

Nach der Niederlage von letzter Woche gegen Kanti Baden war die Vorgabe seitens des Trainers Vasi Koutsogiannakis klar: "In den letzten drei Spielen geben wir keinen Satz ab!". Durchaus eine lösbare Aufgabe, doch durch Krankheit gab es in den letzten Trainings einige Absenzen und auch am Spieltag musste das Team ohne Ersatzpasseuse Vivi Giessmann antreten.

Das Zürcher Derby startete dann auch ausgeglichen mit leichten Vorteilen auf Seite der Unterländerinnen. Mit der Einwechslung von Isi Stalder für Miri Fessler, die neu auf der Diaposition zum Einsatz kam, zog das Heimteam auf 22:13 davon. Stadler servierte dabei gleich sieben Mal in Folge. Danach liessen die Klotenerinnen nichts mehr anbrennen und gingen mit einer 1:0 Satzführung in den Seitenwechsel.

Noch eindeutiger gestaltete sich der zweite Durchgang. Mit weiteren Serviceserien, diesmal von Marlen Brunner und Sarah Ghaliya, erspielte sich Züri Unterland gleich zu Beginn einen klaren Vorsprung. Bei 13:4 aus Sicht des Heimteams forderte das Trainertrio von Volero bereits sein zweites Timeout. Doch auch diese Intervention zeigte bei den jungen Spielerinnen keine Wirkung. Die Unterländerinnen spielten nun völlig befreit auf und punkteten nach Belieben. Dies ermöglichte den Trainern Koutsogiannakis und Maurer, einiges auszuprobieren. So sassen plötzlich drei Stammspielerinnen auf der Bank und die Juniorin Elena Hake kam zu einem Einsatz. Auch sie zeigte eine gute Leistung und durfte als Belohnung mit ihrem Team die 2:0 Satzführung bejubeln.

Vorausschauend auf die letzten zwei Spiele der Rückrunde, welche Züri Unterland ohne Teamstütze Brunner bestreiten muss, wurde die Startaufstellung für den dritten Satz angepasst. Mit Brunner auf der Bank und Fessler zurück auf der gewohnten Position der Aussenangreiferin bekundete das Heimteam gleich von Beginn an Mühe in der Annahme. Dadurch konnte auch mit dem Angriff nicht mehr die gewohnte Effizienz erreicht werden und die Eigenfehler häuften sich. So spielten sich die Unterländerinnen in wenigen Minuten in einen 2:10 Rückstand, wodurch sich Trainer Koutsogiannakis zu seinem zweiten Timeout gezwungen sah. Seine ermahnenden Worte rüttelten das Team offenbar wach. Wieder gelang ihnen eine starke Serie, diesmal mit Laura Breuss am Service. So erkämpften sich die Unterländerinnen erstmals im dritten Durchgang die Führung. In der Folge entwickelte die Begegnung doch noch wahren Derby-Charakter. Die letzten Punkte waren hart umkämpft, Volero schaffte sogar nochmals den Ausgleich bei 22:22, doch letztlich behielten die Leaderinnen die Nerven und brachten den Satz mit 25:23 nach Hause.

Nach dem Spiel erreichte die Mannschaft dann die erfreuliche Nachricht, dass Ihr direkter Verfolger und einziger Bezwinger Kanti Baden ihre Partie gegen Andwil-Arnegg verloren hatte. Somit ist der Vorsprung von drei Punkten zum Zweitplatzierten wieder hergestellt und das Ziel, die Rückrunde als Leader abzuschliessen, nun greifbar nah.

Telegramm: VBC Raiffeisen züri unterland – VBC Volero Zürich 3:0 (25:15, 25:14, 25:23). Ruebisbach. – 40 Zuschauer. – SR: Moser, Artho. – Züri Unterland: Ladina Breuss, Brunner, Ghaliya, Fessler, Laura Breuss, Künzle. Liberas: Deprati, Hammer. – Einwechslungen: Giger, Hake, Stalder.

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