Dienstag, 09. April 2013, 09.35 Uhr

Sprung nach oben perfekt

Züri Unterlands Julia Holzer (von links), Isabelle Stalder, Ladina Breuss, Mirjam Fessler und Laura Breuss jubeln über den Aufstieg. Bild: Dominic Staub

Bericht aus dem Zürcher Unterländer / NBT vom 9. April 2013

Nach dem 3:1-Auswärtssieg Schönenwerds über Münsingen am Samstagabend hatte sich die Aufgabe für die Unterländerinnen weiter vereinfacht. Im letzten Heimspiel der Saison gegen Fribourg mussten sie tags darauf nur noch einen Punkt holen, um den Platz in der NLB zu ergattern. Diese Steilvorlage zum Sprung nach oben wollten sie natürlich nutzen. «Ausserdem wollten wir eine Finalissima in Münsingen vermeiden», erklärte Vasi Koutsogiannakis, Züri Unterlands Klubpräsident und gemeinsam mit Andreas Maurer Frauentrainer. Ohne Punktgewinn am Sonntag hätten sie zum entscheidenden Direktduell mit ihren Gegnerinnen aus der Berner Vorortgemeinde antreten müssen - übermorgen Donnerstag, auswärts in deren Halle. Eine heikle Aufgabe.

Obwohl 150 Zuschauerinnen und Zuschauer die Unterland-Frauen am frühen Sonntagnachmittag in der Klotener Ruebisbachhalle unterstützten, sah es gegen Fribourg am Anfang gar nicht gut aus. So kamen die Gastgeberinnen im ersten Satz immer den berühmten Schritt zu spät. Insbesondere der starke gegnerische Block bereitete ihnen Mühe, dazu kamen Eigenfehler, sodass die Unterländerinnen den ersten Satz 19:25 verloren.

Team dürfte zusammenbleiben

Auch im zweiten Durchgang verteilten die Freiburgerinnen, für die es in dieser Partie bereits um nichts mehr ging, keine Geschenke. Vielmehr glichen sie nach einem zwischenzeitlichen Rückstand wieder aus und machten den Unterländerinnen weiter das Leben schwer. Doch diese zeigten Moral und hielten mit grossem Kampfgeist dagegen. Nach packenden Ballwechseln sorgte dann Marlen Brunner für die letzten beiden Punkte zum Satzausgleich (26:24). «Der Ausgleich war enorm wichtig», kommentierte Trainer Vasi Koutsogiannakis.

Um sich den einen fehlenden Punkt zum Aufstieg zu holen, brauchten die Unterländerinnen nun nur noch einen Satzgewinn - und dem näherten sie sich mit Riesenschritten. Mittels einer starken Aufschlagserie von Sarah Künzle zogen sie rasch auf 8:1 davon. Dank kompakter Verteidigung, Blockpunkten von Julia Holzer auf der Mitteposition und überhaupt mit einer starken Teamleistung gewannen sie den Satz schliesslich 25:20. Der Aufstieg war vollbracht. Nach einer kurzen Jubelpause konzentrierten sich die Gastgeberinnen rasch wieder, gewannen den vierten Satz, die Partie, und die Feier nahm endgültig ihren Lauf.

«Vor der Saison haben wir gesagt, dass wir spätestens in drei Jahren aufsteigen wollen», sagte Koutsogiannakis, «dass es jetzt schon geklappt hat, ist umso schöner.» Die Spielerinnen hätten grosse Fortschritte gemacht und nach dem Umbruch im Vorjahr zu einem echten Team zusammengefunden, lobte er. An dieser gewachsenen Einheit solle nun nach dem Aufstieg auch wenig verändert werden. Dazu verriet Koutsogiannakis: «Das Team wird im Kern zusammenbleiben und nur punktuell verstärkt.» Zwei Neuzuzüge stehen bereits fest: Aussenangreiferin Anja Licka wechselt vom NLB-Verein Jona und Mittelblockerin Sarah Bolter vom Viertligisten Rüschlikon ins Unterland. Das Talent, das bereits in der Aufstiegsrunde zum Team stiess, soll Sarah Ghalyia ersetzen, die ein Studienjahr in Peru absolviert. (lbv/isv/pew)

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