Dienstag, 03. September 2013, 09.45 Uhr

2x Gold und 2x Bronze

Marco Krattiger mit einem wuchtigen Angriff im Spiel um die Goldmedaille...

Bereits am Donnerstag hat sich eine erste kleine ZuZu-Delegation nach Basel aufgemacht – genauer nach Arlesheim – wo wir im Hotel Ochsen unser Lager aufschlugen. Am Freitag waren die Spiele bis zum Viertelfinal der Kategorien U17 und U19 an der Reihe. Das Gelände der diesjährigen Schweizermeisterschaften lag im St. Jakob Park, etwas ausserhalb des Zentrums von Basel. Die Basler Organisatoren rund um Marc Häfelfinger haben einen tollen Job gemacht und eine imposante Anlage aus dem Boden gestampft. Die Felder lagen alle in Fussdistanz, sodass man sich auch als Zuschauer schnell vom einen Spiel zum nächsten verschieben konnte. Auch mit dem Wetter hatten wir Glück und so konnten die ersten Spiele bei angenehmen 26°C und Sonnenschein in Angriff genommen werden.

Es spielten die ZuZu-Beach-Teams Bolter/Chicherio (U17), Hake/Schaltegger (U17), Brutschin/Staub (U17), Bänninger/Bölsterli (U19), Hasler/Mattmann (U19) und Kalberer/Dimasi (U19). Die Spiele waren alle auf sehr ansprechendem Niveau. Es wurde um jeden Ball gekämpft und die Zuschauer feuerten die Spielerinnen und Spieler lautstark an. Leider war das Turnier dann aber für einige Teams bereits früher zu Ende als erhofft. Sarah Bolter und Alina Chicherio mussten sich in einem spannenden Spiel um den Viertelfinaleinzug in drei Sätzen ihren Gegnerinnen geschlagen geben. Sarah wurde dabei von Krämpfen geplagt und konnte entsprechend nicht mehr ihr bestes Beachvolleyball zeigen. Dieses Handicap vermochte auch Defense-Spielerin Alina nicht mehr wettzumachen, trotz beherztem Kampf um jeden Ball.
Besser lief es da Chabeli Hasler und Nadine Mattmann, welche am Freitagabend das Ticket für ihr Halbfinalspiel am Samstag buchen konnten. Sie lieferten im Viertelfinalspiel eine eindrückliche Vorstellung ab und setzten die taktischen Inputs (natürlich nur vor und nach dem Spiel, denn Coaching ist ja untersagt) von Trainer Vasi Koutsogiannakis ohne Wenn und Aber um. Chabeli holte sich so mehrere Blocks und schlug mitunter beeindruckend hart ins Feld. Gleichzeitig verteidigte Nadine fast jeden Ball und stellte Chabeli die Bälle perfekt auf. Der Halbfinaleinzug war verdient und man durfte gespannt sein, was am Folgetag noch alles möglich sein würde. Für die restlichen Teams reichte es leider nicht, um über das Viertelfinale hinauszukommen, sodass zwei siebte und drei neunte Plätze resultierten.

Am Abend versammelten wir uns wieder in Arlesheim und wurden nun mit den restlichen ZuZu-Beach-Teams komplettiert. Nach einem gemeinsamen Abendessen im Ochsen wurde es rasch Zeit für die Teams, an ihren Kissen zu lauschen, denn am nächsten Morgen war bereits um 7 Uhr Tagwache, um gemeinsam mit Philipp und Vasi eine halbe Stunde zu «Footen».

Am Samstag waren die Kategorien U15 und U21 an der Reihe sowie die Finalspiele der Kategorien U17 und U19. Bei den U21-Damen und Herren stellte ZuZu von Anfang an die Titelfavoriten. Nina Betschart und Nicole Eiholzer waren erst vor kurzem U20-Europameisterinnen geworden und auch Nico Beeler und Marco Krattiger zeigten in Turnieren und Trainings ihr Potential, sodass mit zwei Medaillen mehr oder weniger fix gerechnet wurde. Nichtsdestotrotz musste das Turnier erst noch gespielt werden. ZuZu war auch am Samstag wieder mit acht Teams im Rennen: Roos/Heidrich, Licka/Zandbergen und Beeler/Krattiger bei den U21-Herren, Betschart/Eiholzer und Raaflaub/Licka bei den U21-Damen, Betschart/Baumann und Krieger/Riesen bei den U15-Damen und Häfliger/Müller bei den U15-Herren.

Licka/Zandbergen – ebenfalls eine ZuZu-Beach-Medaillenhoffnung – starteten kurz vor dem Mittag ins Turnier. Leider gelang im weiteren Verlauf nicht alles nach Plan und sie konnten ihr Potential bei weitem nicht abrufen. Via Looser-Tableau erreichten sie den Viertelfinal, mussten sich aber geschlagen geben. Dafür rettete Adrian Heidrich zusammen mit Joel Roos die Ehre von ZuZu und schaffte den Halbfinaleinzug. ZuZu war also weiterhin im Rennen für zwei U21-Medaillen bei den Herren. Krattiger/Beeler schafften den Halbfinaleinzug diskussionslos.

Gleiches galt auch für Nina Betschart und Nicole Eiholzer, welche zu keiner Zeit gefährdet waren auch nur annähernd ein Spiel zu verlieren. Das zweite ZuZu-Beach-Team mit Simone Raaflaub und Anja Licka zeigten ebenfalls regelmässig tolles Beachvolleyball. Leider mussten sie sich einmal ihren stark aufspielenden Gegnerinnen geschlagen geben, konnten sich aber via Looser-Tableau ebenfalls verdient die Halbfinalqualifikation erkämpfen. Damit stand uns am Sonntag ein ZuZu-Halbfinal bevor.

In der U15 Kategorie wurde jeweils zuerst eine Gruppenphase durchgeführt. Betschart/Baumann bekundeten am Samstag-Vormittag am wenigsten Mühe und starteten gut ins Turnier. Mit variantenreichem Spiel konnten Céline und Mara ihre Gegnerinnen vermehrt laufen lassen und schafften es letztendlich, ins Haupttableau vorzustossen. Trainer Philipp Häring war zufrieden mit seinen Spielerinnen, sah aber für den Sonntag durchaus noch Verbesserungspotential. An seiner fürsorglichen Rundumbetreuung sollte es jedenfalls nicht scheitern :).
Weniger gut erging es Tamara Riesen und Eva Krieger, die sich trotz erbittertem Kampf ihren Gegnerinnen jeweils knapp geschlagen geben mussten. Auch Nick Häfliger und sein Partner hatten es mit starken Gegnern zu tun. Die Grössenunterschiede in diesem Alter waren teilweise frappant und damit die körperlichen Voraussetzungen nicht immer ganz fair. Sie haben aber alles gegeben und konnten zuletzt auch noch ein Gruppenspiel für sich entscheiden. Es resultierten ein 13. (Krieger/Riesen) und ein neunter Rang (Häfliger/Müller). Licka/Zandbergen klassierten sich auf Rang 5.

Die wichtigsten Spiele des Tages standen aber noch aus: Chabeli Hasler und Nadine Mattmann waren immer noch im Rennen um eine Medaille. Das Halbfinal verlief jedoch nicht nach Plan. Zu viele Eigenfehler und eine inkonsquente Spielweise führten dazu, dass sie regelmässig Rückstände aufholen mussten. Letztendlich holten sich die späteren Schweizermeisterinnen den Sieg. Natürlich waren wir darüber etwas enttäuscht, denn es war klar, dieses Spiel hätte gewonnen werden können. Zwei Stunden später waren diese Gedanken aber verflogen und man konzentrierte sich voll und ganz auf das kleine Finale gegen Schmidlin/Bachmann. Der Start ins Spiel verlief – man kann es nicht anders ausdrücken – katastrophal! 2:9 lagen Nadine Mattmann und Chabeli Hasler hinten und der ganze ZuZu-Fanblock dachte schon der Satz sein gelaufen. Doch die beiden pushten sich nochmals nach Vorne und plötzlich schien alles zu funktionieren. Der Satz wurde auf beeindruckende Weise doch noch gewonnen! Der zweite Satz verlief ausgeglichener und es konnten regelmässig spektakuläre Ballwechsel verfolgt werden. Letztendlich hatten aber Schmidlin/Bachmann das bessere Ende für sich gebucht und holten sich den zweiten Satz. Der Entscheidungssatz musste her und auch hier waren Nadine und Chabeli plötzlich mit einem 9:12 Rückstand konfrontiert. Wie schon im ersten Satz starteten sie aber eine beispiellose Aufholjagd und gewannen den Match letztendlich mit einem Ballwechsel, wie in Hitchcock nicht hätte besser schreiben können. Die Freude über die erste Medaille war riesig!

Nadine Mattmann (links) und Chabeli Hasler (rechts) gewinnen die Bronze-Medaille! Herzliche Gratulation!

Natürlich wurde dieser Erfolg am Abend gebührend gefeiert. Carla Häring – welche die Organisation im Hintergrund übernommen hatte – organisierte für Teams und Angehörige ein Pizza/Pasta-Essen, sodass gemeinsam auf die Erfolge des Samstags und die hoffentlich noch kommenden Erfolge angestossen werden konnte.

Am Sonntag – das Wetter hatte etwas eingetrübt und der Wind frischte auf – warteten wir gespannt auf die noch ausstehenden Partien. Am Vormittag hatten Mara Betschart und Céline Baumann ihr Viertelfinalspiel. Verfolgt von dutzenden ZuZu-Fans am Spielfeldrand zeigten sie ein beherztes Spiel. Die Gegnerinnen waren aber knapp überlegen, sodass für Betschart/Baumann letztendlich ein wirklich guter 5. Rang resultierte.

Am Nachmittag standen die vier Halbfinale in den U21-Kategorien an. Nina Betschart und Nicole Eiholzer – am Freitagabend noch zum Youngster of the Year gekürt – traten im ZuZu-Beach-Duell gegen Simone Raaflaub und Anja Licka an. Der erste Satz ging glasklar an die beiden Europmeisterinnen. Im zweiten Satz konnten sich Raaflaub/Licka aber wieder fangen und zeigten tolles Beachvolleyball. Zwischenzeitlich reichte es sogar für eine leichte Führung, die aber schnell wieder durch die wuchtigen Blocks von Nicole und die kompromisslose Verteidigungsarbeit von Nina dahinschmolz. Die Favoritinnen setzten sich letzten Endes mit 21:18 durch, sodass Licka/Raaflaub sich im kleinen Final gegen Lukas/Schmid behaupten mussten.

Bei den Herren marschierten Nico Beeler und Marco Krattiger wie erwartet ungefährdet bis ins Final. Adrian Heidrich und Joel Roos patzerten im Halbfinale und qualifizierten sich ebenfalls für das kleine Finale. Dort traten sie gegen Brunschwiler/Hagenbuch an. Den ersten Satz konnten sie dank grossem Einsatz für sich entscheiden. Auch den zweiten Satz hätten sie eigentlich in der Hand gehabt, verloren ihn aber knapp. Im Entscheidungssatz war langsam aber sicher die Luft etwas draussen. Bunschwiler/Hagenbuch spielten clever und konnten ihren Vorsprung laufend ausbauen. Adrian Heidrich und Joel Roos spielten leider nicht mehr ihr bestes Volleyball und machten zu viele Flüchtigkeitsfehler. Beim Spielstand von 14:10 war es dann gelaufen und Brunschwiler/Hagenbuch verwandelten den Bronzemedaillenpunkt.

Die beiden Finalspiele sind schnell erzählt. Das Beachvolleyball, das gezeigt wurde, war teils spektakulär, die beiden Favoritenteams waren aber zu keinem Zeitpunkt auch nur in irgendeiner Weise gefährdet den Match nicht zu gewinnen. Spannung kam deshalb nur selten auf. Beeler/Krattiger und Betschart/Eiholzer holten sich diskussionslos den Schweizermeistertitel! Nina Betschart und Marco Krattiger wurden zudem als MVP ausgezeichnet! Herzliche Gratulation!!

Alles in allem hat ZuZu-Beach das selbstgesteckte Ziel von fünf Medaillen zwar knapp verfehlt, nichtsdestotrotz ist ZuZu-Präsident Vasi Koutsogiannkis mit den Resultaten an diesem Wochenende zufrieden. Wir gratulieren allen Teams zu ihren tollen Leistungen und bedanken uns auch bei allen Betreuern und Fans, die nach Basel gereist sind um unsere Teams tatkräftig zu unterstützen. Wir freuen uns bereits auf das kommende Jahr!

In unserer Galerie folgt demnächst auch dieses Mal wieder eine Auswahl der besten Bilder. 

Erfolgreiche ZuZu-Beach-Teams an der Junior-Beach-SM in Basel (v.l.n.r.): Simone Raaflaub/Anja Licka (Bronze), Marco Krattiger/Nico Beeler (Gold), Nicole Eiholzer/Nina Betschart (Gold) und Adrian Heidrich/Joel Roos (Rang 4).
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