Sonntag, 10. November 2013, 20.50 Uhr

Vom Fondue ohne Maizena und Knoblauch

Das neu formierte Herren 2 ist kurz nach den Herbstferien in die Meisterschaft gestartet. Der späte Meisterschaftsbeginn war gewollt, sodass sich das Team noch etwas finden konnte. Leider stimmte die Abstimmung in den ersten beiden Auswärtsspielen gegen Wetzikon und Uster noch nicht hundertprozentig. Hinzu kommt das Verletzungspech, sodass derzeit permanent vier bis sechs Spieler nur eingeschränkt oder gar nicht spielfähig sind. Gegen Wetzikon machten sich die mangelnden Auswechselmöglichkeiten stark bemerkbar. Es hätte die Möglichkeit bestanden den Match mit 3:1 zu gewinnen, letztendlich resultierte dann aber eine 2:3-Niederlage. Im entscheidenden Moment fehlte etwas die Routine und Sicherheit, um die Punkte für uns zu gewinnen. Gegen Uster zeigte das Team ein sehr gutes Spiel und kämpfte verbissen um jeden Punkt. Der erste Satz ging mit 25:21 ins Unterland. Im zweiten Satz drehte das junge Team noch weiter auf und konnte den Satz dank ausgezeichneter Service und guter Blockarbeit gar mit 25:13 für sich entscheiden. In Satz 3 wäre das Herren 2 auch wieder über weite Strecken gleich auf gewesen, hat dann aber kurz vor Satzende Uster einen kleinen Vorsprung erspielen lassen. Wir kamen zwar nochmals heran, mussten dann den Satz aber mit 27:25 ans Heimteam abgeben. Von da an war die Luft etwas draussen und zu keinem Zeitpunkt im vierten Satz zeigten wir auch nur annähernd was wir in den ersten drei Sätzen gezeigt hatten. Entsprechend rasch resultierte daraus das 25:18 für Uster. Auch im fünften Satz konnten wir uns nicht mehr richtig auffangen, spielten unpräzise Annahmen und griffen auf allen Positionen zu wenig konsequent an. Der fünfte Satz ging mit 15:9 an den Gegner. Nichtsdestotrotz konnten wir mit dem Spiel an sich zufrieden sein, wenn wir auch an unserer Kaltblütigkeit noch etwas arbeiten müssen.

Beim gestrigen Auswärtsspiel in Uetikon sollte dann der erste ungefährdete 3:0-Sieg realisiert werden. Der Schlachtruf wurde – als zusätzliche Motivationsspritze – von Tequila in Fondue umbenannt, in Anbetracht dessen, dass im Anschluss an das Spiel, das fast schon traditionelle H2-Fondueessen stattfand. Im ersten Satz spielte das Herren 2 dann aber fast schon in lethargischem Zustand. Das Potential war auf dem Feld vorhanden, doch irgendwie schafften wir es nicht, uns von Uetikon abzusetzen. Zehn Servicefehler und unzählige Finten ins Out trugen ihr Übriges dazu bei, dass der erste Satz mit 25:23 an Uetikon ging. Spielertrainer Max Pfeifer versuchte in der Satzpause seine Spielerkollegen wachzurütteln, und tatsächlich waren die drei folgenden Sätze zwar nicht durch spektakulär gutes Volleyball geprägt, aber es resultierten drei ungefährdete Satzgewinne (25:11, 25:12 und 25:15) und damit die ersten drei ungeteilten Punkte am Ende eines Matches. Zwischendurch haben Tim Gelmi (extra aus Lausanne angereist) und Tjark Hinrichs auf der Mitteposition ein paar durchschlagende Argumente eingebracht oder auch mal einen Dreierblock an sich gebunden, sodass Max Pfeier auf der Aussenposition vollkommen ungestört den Ball mitten im Feld versenken konnte. Nur Vasi Koutsogiannakis war schon fast kalt auf dem Feld, denn Bälle – so sagte er augenzwinkernd nach dem Spiel – habe er an diesem Nachmittag ja nie einen gesehen.

Im Anschluss an das Uetikonspiel fand wie erwähnt das berüchtigte Fondueessen des Herren 2 statt. «Organisiert» wurde es diesmal von Gionny Hassler bei sich zu Hause in Egetswil. Gionny musste dann relativ schnell zugeben, dass er eigentlich nur das Gerberfondue zu Hause mache, das andere sei ihm zu kompliziert. So stand alsbald Ruedi bei Gionny in der Küche mit einem Beutel Käse in der Hand und einem fragenden Blick: «Wo ist das Maizena, Gionny?». Gionny: «Maizena? Wofür bruachts denn da? Hemmer nitta!» Ruedi: «Und wo isch de Chnobli?» Gionny: «Chnobli hemmar au keina». Und so zog Gionny von dannen auf der Suche nach Maizena und Knoblauch in der ganzen Nachbarschaft. Wir kamen natürlich nicht umhin ihn deswegen den ganzen Abend noch etwas anzuzünden (Apropos: Ein Feuerzeug für das Rechaud hatte er übrigens auch nicht im Haus ;)). Gionny’s Frau stiess dann etwas später noch zu uns und erklärte uns dann ohne Umschweife wo der Knoblauch und das Maizena zu finden gewesen wären. Darüber amüsierten wir uns natürlich prächtig.

Letztendlich stand dann aber doch noch ein feines Morchel-Whiskey Fondue auf dem Tisch. Ein kühles Gläschen Weisswein und das hausgemachte Birnenbrot rundeten den gemütlichen Abend kulinarisch ab. Kurz vor Mitternacht hatten wir dann noch die glorreiche Idee zu Pokern. Alles war bereit (Pokerchips etc.), nur hatte Gionny keine Pokerkarten. Also sollte stattdessen eine Partie Uno gespielt werden (mit dem kleinen Automaten, der einem auf Knopfdruck die Karten ausspuckt). Ihr könnt nun drei Mal raten was jetzt kommt – der Automat war im Schrank permanent auf ON geschaltet und entsprechend waren die Batterien leer. Da es dann auch noch die grossen Batterien waren, die Gionny auch nicht im Haus hatte (bzw. angeblich nur noch für ein anderes ganz bestimmtes Gerät benutzte) und wir deswegen nicht auch noch bei den Nachbarn anklopfen wollten, wechselten wir zu etwas, wovon das Herren 2 mehr Ahnung und Gionny definitiv auch genügend Vorräte im Keller hatte: E Fläsche Röteli!

Für das Herren 2 – Dominic
 

Das erste Heimspiel der Saison spielt das Herren 2 am Dienstag, 19. November 2013 um 20.00 Uhr im Nägelimoos.

Sponsoren