Donnerstag, 23. Januar 2014, 14.58 Uhr

Grosse Bühne für die Meisterinnen

Die ZuZu-Beacherinnen Nicole Eiholzer (links) und Nina Betschart trainieren im Freibad Schluefweg. An den Schweizer Meisterschaften von Ende August wollen die U20-Europameisterinnen ihren siebten nationalen Titel in Folge holen auf dem Klotener Stadtplatz. Bild: dk

Bericht von Peter Weiss aus dem Zürcher Unterländer vom 23. Januar 2014.

Zehn Lastwagen werden, mit jeweils 40 Tonnen Sand gefüllt, eigens aus den Niederlanden ins Zürcher Unterland fahren, um im Herzen der Flughafenstadt Kloten das Herzstück des dreitägigen Grossanlasses zu ermöglichen: ein oder zwei Hauptfelder auf dem Stadtplatz vor der Überbauung Square. «Dass dort Beachvolleyball gespielt wird, steht fest, die Frage ist nur noch, ob auf einem oder zwei Plätzen, und ob mit oder ohne Tribüne», erklärt Vasi Koutsogiannakis. Für den Präsidenten des VBC Züri Unterlands ist freilich klar, in welche Richtung es gehen soll: «Natürlich wollen wir zwei Plätze und eine Tribüne am Center Court. Wenn wir etwas machen, dann richtig.» Um Sand und Tribünen zu finanzieren, sucht das Organisationskomitee (OK) derzeit noch nach Sponsoren. «Rund 20000 Franken brauchen wir noch», rechnet Koutsogiannakis, seines Zeichens auch OK-Vizepräsident. Dass das OK um dessen Präsidenten, den Klotener Beachvolleyball-Erfolgstrainer Kurt Brunner, und dass sein Verein als Ganzes sich gegen zwei Konkurrenten, die das Grossturnier ebenfalls austragen wollten, durchgesetzt hat, führt Koutsogiannakis vor allem auf zwei Faktoren zurück: «Zum einen haben wir schon mit den Schweizer Meisterschaften der U21-Junioren in der Halle in den letzten beiden Jahren gezeigt, dass wir einen Grossanlass organisieren können, zum andern kennt man uns im Beachvolleyball-Umfeld sehr gut.»

Zeltstadt mit Ständen

Ursprünglich habe der Schweizerische Volleyballverband Swissvolley den VBC Züri Unterland angefragt, ob der Verein sich bewerben wolle für die Austragung der Schweizer Meisterschaften Coop Junior Beachtour 2014, wie der Anlass offiziell heisst, verrät Klubpräsident Vasi Koutsogiannakis. Dies taten die Unterländer aus zwei Gründen gerne: Erstens, weil sie ihren eigenen starken Nachwuchsteams, allen voran den amtierenden U20-Europameisterinnen Nina Betschart und Nicole Eiholzer, die Möglichkeit geben wollten, auch einmal vor eigenem Publikum um Medaillen zu spielen. Und zweitens, um die neue Beachvolleyballanlage «ZuZu-Beachtown» im Freibad Schluefweg würdig einzuweihen. «Wir wollen der Stadt, die uns grosszügig unterstützt, auf diesem Weg auch etwas zurückgeben», sagt Koutsogiannakis. So wird sein Klub, welcher das Turnier voraussichtlich auch 2015 organisieren wird, in den beiden Jahren ohne Klotener Stadtfest für Leben auf dem Stadtplatz sorgen.

Die künftig sechs Beachvolleyballfelder am Schluefweg (siehe Kasten) dienen während des Turniers als Nebenplätze. Schliesslich steht an drei Tagen eine beachtliche Menge an Partien an. In allen vier Juniorenstufen U15, U17, U19 und U21 qualifizieren sich jeweils zwölf weibliche und zwölf männliche Zweierteams. Pro Kategorie gilt es, rund 30 Matches über den Sand zu bringen. Neben den 192 Spielerinnen und Spielern rechnen Koutsogiannakis und Co. mit rund 600 bis 700 auswärtigen Gästen aus dem ganzen Land. Für deren Verpflegung will der Gastgeberklub mit einem Kuchenbuffet und einem Grillstand zum Teil selbst sorgen. In der Zeltstadt rund um den Center Court auf dem Stadtplatz wird aber auch das lokale Gewerbe für ein buntes kulinarisches Angebot sorgen. «Hier haben wir schon mehrere Zusagen», verrät Koutsogiannakis, «neben Spitzensport soll es schliesslich auch etwas Feines zu essen geben.»

Fleissige Klubmitglieder

Dank der Küchen- und Getränkeprofis in den einzelnen Ständen dürfte auch der Aufwand für die 400 Mitglieder des VBC Züri Unterland, des grössten Volleyballvereins des Kantons Zürich, überschaubar bleiben. Der Suche nach den dennoch nötigen Helfern, unter anderem für den Aufbau des Center Courts auf dem Stadtplatz, blickt der Vereinspräsident ohnehin zuversichtlich entgegen. Vasi Koutsogiannakis: «Für die Schweizer Meisterschaften in der Halle haben wir auch problemlos genügend Helfer gefunden, und nach den Turnieren haben uns viele, die nicht dabei waren, gefragt, ob sie das nächste Mal mitarbeiten könnten.» Der bislang grösste Anlass in der Geschichte des Vereins scheint organisatorisch keinesfalls auf Sand gebaut.

Sponsoren