Montag, 03. März 2014, 15.30 Uhr

Spitzenduell in den Playouts

In der zweiten Woche der NLA-Playouts kam es zur Spitzenbegegnung zwischen dem VBC Raiffeisen Züri Unterland und dem Volleyballclub Lutry-Lavaux. Die Zürcher konnten das Heimspiel am Donnerstag Abend mit 3:2 gewinnen, mussten sich aber am Samstag auswärts mit 3:1 geschlagen geben.

Die Rochade geht weiter

Durch Verletzungen und Absenzen gebeutelt, muss Spielertrainer Cao Herrera erneut improvisieren und lässt - neben sich als Passeur, Captain Heidrich in der Mitte und Topscorer Tomasik auf der Aussenposition als einzige Konstanten - Nasibullin auf Aussen, Bolli auf Diagonal und Gelmi in der Mitte auflaufen. Gahr führt dabei als Libero Regie in Annahme und Verteidigung. Nichts desto trotz starten die Unterländer konzentriert in die Partie und können die ersten zwei Sätze mit 25:20 und 25:22 für sich entscheiden. Nach der 10-Minuten Pause schien man das Spiel bereits abgehakt zu haben. Die Gäste aus der Romandie sahen das jedoch anders und hatten schon bald ein gemütliches 5-Punkte Polster unter ihren Füssen. Dieses konnte auch eine starke, aber leider zu späte Aufholjagd nicht mehr ändern (23:25). Ähnliches Bild im 4. Satz (20:25) und damit das Verschenken eines Punktes. Die anderen zwei Punkte blieben aber durch einen dominanten 5. Satz (15:8) im Unterland.

Bereits zwei Tage später trat die kleine 10-köpfige Zuzu-Delegation die Reise nach Lutry an. Das Problem dabei: Neben Sportmanager Miotto, Assistenzcoach Stalder und dem verletzten Adrian Heidrich blieben also nur 7 einsatzfähige Spieler, darunter mit dem eigentlichen Zuspieler De Notaristefano der 5. Libero diese Saison. Diese Umstellung äusserte sich zu Beginn auch gleich mit erheblichen Abstimmungsproblemen in der Annahme. Dennoch konnten die Zürcher durch gute Service- und Blockleistung dran bleiben und den Satz bis zum 28:30 inklusive 2er vergebener Satzbälle spannend gestalten. Im zweiten Satz legte Cao Herrera gleich mit einer 8-1 Serviceserie los. Die gegnerischen Angreifer blieben immer wieder am Block hängen. Diese deutliche Führung wurde zwischenzeitlich wieder verspielt, schlussendlich aber doch mit 25:21 besiegelt. In den Sätzen 3 und 4 zeigten die Unterländer kein schlechtes Spiel, konnten aber nicht mehr wirklich die Angriffsmaschinerie der Gegner in den Griff bekommen. Vereinzelte Fehler in der mittlerweile besser funktionierenden Annahme und das ungewohnte Scheitern über die Mittelposition führten unter anderem zur 3:1-Niederlage.

Die Köpfe der Spieler hingen jedoch nicht lange tief. Zu dem versöhnenden Bier auf der Rückreise meinte Gahr, der wieder auf seine angestammte Aussenposition wechseln durfte: „Wir wussten, es wird unter diesen Umständen ein hartes Spiel. Ohne Wechselmöglichkeiten muss jeder einzelne Spieler mehr Verantwortung übernehmen. Dennoch tut diese Niederlage keinen Abbruch, wir haben immer noch 6 Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Mit den zwei Spielen nächste Woche gegen Laufenburg (Dienstag auswärts, Sonntag 16.00 zuhause) haben wir eine gute Möglichkeit vorzeitig die Sache zu entscheiden.“

VBC Raiffeisen züri unterland - Lutry-Lavaux 3:2 (25:20, 25:22, 23:25, 20:25, 15:8). Sporthalle Ruebisbach – 25 Zuschauer. – VBC Raiffeisen Züri Unterland: Herrera, Heidrich F., Bolli, Gelmi, Tomasik, Nasibullin. – Libero: Gahr, Rohr.

Lutry-Lavaux - VBC Raiffeisen züri unterland 3:1 (30:28, 21:25, 15:25, 22:25). Sporthalle CSC. – 50 Zuschauer. – VBC Raiffeisen Züri Unterland: Herrera, Heidrich F., Bolli, Gahr, Tomasik, Nasibullin. – Libero: De Notaristefano.

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