Mittwoch, 22. Oktober 2014, 10.05 Uhr

Unterländer zeigen Kampfgeist

Das Herren 1 der Saison 2014/15

Bericht von Peter Weiss im Zürcher Unterländer vom Mittwoch, 22. Oktober 2014

Züri Unterlands Fanionteams ist der Start in die Meisterschafts-Saison gelungen. Die Männer siegten in der NLA in der einst gefürchteten Halle von Lutry-Lavaux 3:2. Die Frauen setzten sich in der 1. Liga bei Aadorf II mit 3:1 durch. Tags darauf schieden sie aber aus dem Cup aus.

Ausgerechnet im ersten Spiel der Saison mussten Züri Unterlands Männer in der ungeliebten Halle CSC in La Conversion-Corsy antreten. In der Heimstätte von Lutry-Lavaux hatten die Unterländer die meisten ihrer Gastspiele seit der Aufstiegsrunde im Frühjahr 2010, an deren Ende beide Teams den Sprung in die NLA schafften, als Verlierer beendet. Und vor der Partie bei einem Gegner, den es im Hinblick auf das Saisonziel Playoff-Qualifikation, zu schlagen galt, musste Spielertrainer Gilman Angel Cao Herrera kurzerhand auf den neusten und spektakulärsten Zuzug verzichten. Für den ersten Einsatz des Kubaners Yusnaikel Argilagos besassen die Gäste zwar die nötigen Bewilligungen des nationalen Verbandes. Doch Argilagos’ elekttronische Unterschrift unter die Transfermeldung an den Volleyball-Weltverband fehlte aus technischen Gründen noch. «Wir konnten sie nicht übermitteln - und um keine Forfait-Niederlage zu riskieren, sind wir ohne ihn angetreten», berichtete Manuel Gahr, der neue Captain.

Ein Entscheid, der sich als richtig erwies: Züri Unterland siegte auch ohne Argilagos 3:2 und sicherte sich damit die ersten zwei Zähler der Saison. Ohne einen unerklärlichen Einbruch im vierten Satz (nach 2:1-Satzführung) wäre gar ein Vollerfolg ohne Punktverlust möglich gewesen.

Gutes Zusammenspiel

Captain Manuel Gahr mochte sich ob des verlorenen Punkts nicht gross ärgern. «Bei uns überwiegt auf jeden Fall die Freude über den Sieg», sagte er, «vor dem Saisonstart weiss man ja nie so ganz genau, wo man steht, und wie gut die Gegner sind. Und vom Spielverlauf her ist ein Punkt für Lutry auch gerechtfertigt.» Tatsächlich durchliefen die Unterländer neben starken Abschnitten auch Schwächephasen. So etwa im zweiten Satz, als sie – bei 1:0-Führung nach Sätzen – nach dem 13:13 den Gastgebern fünf Punkte in Serie zugestehen mussten. Oder in besagtem viertem Durchgang. «Bis zum 5:20 ist da bei uns plötzlich nichts mehr zusammengelaufen», kommentierte Gahr. Doch im entscheidenden fünften Durchgang gingen die Gäste wieder von Beginn an konzentriert zur Sache und verdienten sich mit einer geschlossenen Leistung den 15:10-Satzgewinn.

«Wir haben den Sieg sicher stärker gewollt und mehr dafür getan», kommentierte Gahr. Mit dem Einstand der Neuen zeigte er sich mehr als zufrieden. Und: «Auch das Zusammenspiel hat abgesehen von der Abstimmung zwischen Block und Verteidigung schon erstaunlich gut funktioniert.» Für die Heimpremiere am kommenden Samstag um 15.30 Uhr in der Klotener Ruebisbachhalle gegen Einsiedeln, dann aller Voraussicht nach mit Yusnaikel Argilagos, verspricht dies einiges.

Telegramm: Lutry-Lavaux – Züri Unterland 2:3 (19:25, 25:23, 20:25, 25:17, 10:15). CSC. – SR Stanisic/Sanapo. – Züri Unterland: Cao Herrera; Nasibullin, Rostovcevs, Gahr, Schlatter, Bigger. – Libero: Schatzmann. – Einwechslungen: Licka, Suter, Wachter.

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