Sonntag, 02. November 2014, 14.59 Uhr

3:1 Auswärtssieg gegen Einsiedeln

Aufgrund einer Fussgelenkverletzung von Zuspielerin Elena Hake mussten die Zürcher Unterländerinnen einmal mehr ihre Start- Aufstellung ändern und spielten erstmals mit Miriam Fessler als einzige Passeuse auf dem Feld und Chabeli Hasler auf der Diagonalposition. Das Heimteam von Einsiedeln, das lautstark vom eigenen Publikum unterstützt wurde, konnte mit einer kämpferischen Leistung 3:1 bezwungen werden.

Vier der sieben im Einsatz stehenden Spielerinnen hatten bereits am Nachmittag einen Wettkampf mit dem u23 Juniorinnen-Team gegen den TV Uster. Das Spiel konnte klar gewonnen werden (25:11 / 25:14 / 25:9), doch kurz vor Ende der Partie verletzte sich Elena Hake am Fussgelenk. Um 19.15 Uhr, 45 Minuten vor Spielbeginn in Einsiedeln, entschieden die Coaches Milco Bacchini und Andreas Maurer zusammen mit dem Captain das Spielsystem auf 6:1 umzustellen und mit Miriam Fessler auf der Pass- und Alina Chicherio auf der Liberaposition zu spielen. Man war sich wohl bewusst, dass mit der zweiten Entscheidung den Coaches während dem ganzen Wettkampf keine Spielerwechsel zur Verfügung stehen würden. Dass dies wohl die richtige Entscheidung war, zeigte sich erst gut anderthalb Stunden später, nach Abpfiff.

Doch der Reihe nach: Der erste Satz gestaltete sich zu Beginn ausgeglichen. Beide Teams mussten vorerst die Abstimmungen optimieren. Aussenangreiferin Sarah Bolter konnte mit einer guten Serviceserie die Unterländerinnen nach einer zwischenzeitlichen Baise von 11:16 zum 16:16 wieder heranbringen. Gegen Ende des Satzes wurde die Serviceannahme und die Verteidigung präziser, sodass die beiden Mittelangreiferinnen Fujan Fahmi und Julia Holzer vermehrt eingesetzt werden konnten. Im Laufe des ganzen Spiels überzeugte erstere immer wieder durch starke Blocks gegen die gegnerischen Center und letztere punktete durch langgezogene diagonal abgeschlagene Bälle. Mit 25:22 konnte der erste Satz ins Trockene gebracht werden.

Im 2. Satz geriet das Gastteam schnell unter Druck und Headcoach Milco Bacchini sah sich gezwungen bei 0:5 das erste und bei 12:16 das zweite Timeout zu nehmen. Wie im ersten hatten die Unterländerinnen gegen Ende des zweiten Satzes ihre beste Phase. Sarah Bolter wuchtete immer wieder von der Position 4 hart geschlagene Bälle ins gegnerische Feld und Alina Chicherio hielt mit spektakulären Aktionen in der Verteidigung das Team im Spiel. Passeuse Miriam Fessler beeindruckte mit schnellen Laufwegen unter den Ball und taktisch hervorragend gespielten Bällen, die es ermöglichten, auf den Aussenpositionen zwischendurch gegen einen Einerblock agieren zu können. Mit 27:25 ging auch dieser Satz am Ende an die Unterländerinnen.

Im dritten Satz zeigten die Einsiedlerinnen ihr bestes Volleyball: Schnelle hart geschlagene Services, ein sehr agiles Verteidigungsspiel sowie auf lange als auch auf kurz gespielte Bälle und clever gespielte Angriffe, die immer wieder die Hände der Zürcherinnen am Block touchierten und so von der Verteidigung nicht erspielt werden konnten. Kein Zufall also, dass die Einsiedlerinnen vor dem Spiel gegen den VBC ZU mit 6 Punkten und 6:0 Sätzen in der Tabelle in Front lagen. 21:25 hiess es am Ende des dritten Satzes.

Ziel des vierten Satzes war es, im Gegensatz zu den vorangehenden, sich zu Beginn abzusetzen, damit das Team ruhiger und bestimmter aufspielen konnte. Genau dies gelang. Die permanente Führung gab dem Team die nötige Ruhe, um die drei Punkte mit nach Hause zu nehmen. In dieser Phase überzeugte Aussenangreiferin Romana Kayser, die im Angriff in der Schlagrichtung immer wieder variieren und so Block und Verteidigung des Gegners unter Druck setzen konnte. Um 21.37 Uhr war es dann soweit. Mit 25:20 endete der 4. Satz. Ein cool agierendes Team konnte ein Spiel gewinnen, das nicht immer auf höchstem 1. Liganiveau gehalten werden konnte, doch die Art und Weise wie dieser Sieg zustande kam, überzeugte – ein (kleines) Team, eine Mission: 3 Punkte nach Hause holen.

An dieser Stelle wünschen wir Elena Hake eine baldige Genesung und Zuversicht, dass die Verletzung schnell kuriert werden kann.
Am nächsten Wochenende steht am Samstag ein Heimspiel gegen STV St. Gallen (13.30 Uhr Ruebisbach) und am Sonntag ein Auswärtsspiel gegen KSC Wiedikon (15.30 Uhr Kanti Wiedikon). Das kleine aber feine ZuZu-Team freut sich über jeden Besucher. In diesem Sinne: Papa Huuuuup!

Für das Damen 1
Milco Bacchini

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