Sonntag, 18. Januar 2015, 13.55 Uhr

Der Wurm ist drin

Dieses Wochenende musste der VBCZU auswärts gegen den amtierenden Cup-Sieger Näfels antreten und wie bereits in den zwei Spielen davor konnte kein Punktgewinn realisiert werden, auch wenn zumindest ein Punk verdient gewesen wäre.

Beide Mannschaften starteten verhalten. Die Stimmung war eher bescheiden und beide Teams fielen mehr durch unnötige Fehler als durch schöne Punkte auf. Zur Überraschung der Zuschauer waren es dann aber die Gäste aus Zürich die gegen Ende des Satzes einen Zahn zulegen und abgeklärt den ersten Satzgewinn verbuchen konnten. Was danach folgte war charakteristisch für die Probleme die ZuZu zur Zeit hat: Plötzlich sinkt das Niveau um mehr als eine Stufe und dem Gegner werden ganze Punkteserien geschenkt.

So kam Näfels ihrerseits zu zwei Satzgewinne ohne viel dafür zu tun. Das Spiel schien gelaufen, da wendete sich das Blatt plötzlich wieder. Wie aus dem Nichts spielten die Unterländer befreit auf, zeigten ihr Potenzial und konnten sich einen komfortablen Vorsprung erarbeiten. Zur zweiten technischen Auszeit führte Züri Unterland 16:11. Im Herrenvolleyball reicht solch ein Vorsprung normalerweise aus und auch die Zuschauer stellten sich wohl bereits auf einen Entscheidungssatz ein. Doch es sollte anders kommen. Zwei gute Aktionen auf Näfelser Seite reichten aus um die Unterländer zu verunsichern. Nichts ging mehr und Näfels konnte sich doch noch 3 Punkte auf ihr Konto schreiben lassen.

„Ich muss zugeben langsam nerven mich diese Niederlagen. Wir trainieren sehr gut, zeigen auch im Ernstkampf phasenweise unser Potential und trotzdem konnten wir in den letzten drei Begegnungen nicht einmal einen Teilerfolg feiern, auch wenn es mehr als verdient gewesen wäre. Natürlich sind die Gegner auf dem Papier meistens besser, aber jeder der die Spiele gesehen hat weiss, dass wir mindestens auf Augenhöhe gespielt haben, oft sogar spielerisch die bessere Mannschaft waren. Trotzdem gelingt es uns einfach nicht den Sack zu zumachen. Wir haben mentale Schwächen die unsere Gegner leider nicht haben und die in allen Partien den Unterschied machten. Irgendwann muss es doch einfach einmal „Klick“ machen und wir können endlich unser Niveau in den entscheidenden Momenten halten.“ so Libero Schatzmann.

Gelegenheit dazu haben die Klotener nächste Woche zu Hause gegen den amtierenden Meister Lugano. Sicher eine sehr schwierige Aufgabe, aber irgendwann muss es ja klappen. Die Spielfreude ist trotz dieser Niederlagen immer noch vorhanden und auch die Zuschauer können sich auf ein weiteres spannendes Spiel freuen.

Telegramm
Biogas Volley Näfels– VBC Raiffeisen Züri Unterland 3:1 (23:25, 25:18, 25:19, 25:19). ca. 150 Zuschauer. – Züri Unterland: Gahr, Herrera, Argilagos, Licka, Bigger, Heidrich. – Libero: Schatzmann. – Auswechslungen: Schlatter, Nasibullin, Suter.

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