Mittwoch, 18. Februar 2015, 10.20 Uhr

ZuZu auf Platz 11 an der SM

Am Teamgeist hat es sicher nicht gelegen – das U23 F1 von Milco Bacchini (unterstützt von Philipp Häring) an der U23-Schweizermeisterschaft in Lausanne. Bild: Deborah Rohr

Sieben Jahre nach der Bronzemedaille an den Schweizermeisterschaften der obersten Juniorinnenliga (damals noch
U21) konnte sich ein Team des VBC Raiffeisen züri unterland in dieser Kategorie wieder für ein Final-Turnier qualifizieren.
An den beiden Interliga Turnieren in Schaffhausen und Genf setzte sich das junge Team von Trainer Milco Bacchini, gegen Mannschaften wie Schaffhausen, Cossonay und St. Gallen souverän durch und schaffte so die Überraschung, sich für die Finals der besten 12 Teams der Schweiz in Lausanne zu qualifizieren. Am Wochenende wurde das Team zusätzlich von Nachwuchs Trainer Philipp Häring begleitet und unterstützt.

Am Samstag musste man gegen Sm’Aesch Pfeffingen, dem späteren Turnier Dritten, und TSV Düdingen antreten, die einige Nationalliga A Spielerinnen in ihren Reihen wussten. Die Vorgabe, beide Equipen zumindest ein wenig zu „ärgern“, gelang jeweils nur im zweiten Satz. Zu gross waren die Unterschiede punkto Reichhöhe und spielerischen Möglichkeiten der Akteurinnen. So war bald klar, dass das letzte Spiel am Samstag, gegen den Zweitplazierten der Gruppe A, Kanti Baden, darüber entscheiden würde, ob man am folgenden Tag um die Plätze fünf bis acht oder neun bis zwölf spielen würde.

Das junge Nationalliga B Team von Kanti Baden hatte zu Beginn der Partie Mühe, die äusserst harten Services der Zürcher Unterländerinnen präzise anzunehmen. Zu durchsichtig war in dieser Phase das Spiel der Gegnerinnen. Block und Verteidigung seitens der Zürcher Unterländerinnen standen gut und im Gegenangriff auf den Aussenpositionen konnten vor allem Chabeli Hasler (Captain) und Sarah Bolter, die effizient von Passeuse Elena Hake lanciert wurden, immer wieder mit wuchtigen Angriffen punkten. Die1:0 Führung war die logische Folge. Leider verpassten die Zürcherinnen zu Beginn des zweiten Satzes die Eigenfehlerquote tief zuhalten. So verhalf man, den verunsicherten Gegner ungewollt aufzubauen. Eine beeindruckende Leistung auf Seiten der Aargauerinnen hinterliess Aussenangreiferin Simone Raaflaub, die die Zürcherinnen am Block und in der Verteidigung nicht immer gut aussehen liess. Das Team von Milco Bacchini hatte bis zum Ende des Spiels kein Mittel mehr gefunden, das Ruder nochmals herumzureissen und musste sich mit 1:2 geschlagen geben.

Sonntag, neuer Tag - neues Glück? Zu Beginn ja. Im ersten Spiel hiess der Gegner VBC Münsingen, der durch Dunja Gerson und Sarah Lehmann verstärkt wurde. Ein Team, das in der Qualifikationsphase gar Genève Volley geschlagen hatte. Einmal mehr zeichnete sich die Flexibilität im eigenen Team positiv aus. Spielte man am Samstag noch mit einer Passeuse, so stellte der Coach in diesem Spiel auf ein 6-2 System um. Chabeli Hasler spielte auf der Center Position. Immer wieder punktete die äusserst dynamisch abspringende Spielerin auf der Position 3. Alles lief gut bis kurz vor dem Ende des Spiels als sich Nicole Hammer eine Knieverletzung (Innenband) und Chabeli Hasler eine Kopfverletzung, nach einer extremen Verteidigungsaktion, zuzogen. VBC Münsingen konnte zwar noch mit 2:0 geschlagen werden, doch konnten danach beide Spielerinnen verletzungsbedingt nicht mehr eingesetzt werden. Zudem verletzte sich Libero Alina Chicherio beim Einlaufen im nächsten Spiel am Kopf und musste verarztet werden.

In den beiden verbleibenden Spielen gegen VBC Galina (1:2) und VBC Visp (0:2) war die Luft draussen und das Team konnte sich mental nicht mehr aufraffen, um eine stärkere Leistung abzurufen. Giovanni Trapattoni hätte wohl die Situation folgendermassen beschrieben: „Das Team hat gespielt in diese Moment wie eine Flasche leer“. Somit blieb am Ende der 11. Rang.

Dennoch kann die Mannschaft stolz auf das Erreichte zurückblicken. Einige der Schlüsselspielerinnen werden noch mehrere Saisons Zeit haben, ihr Potential weiter auszubauen und an ihren technischen und athletischen Fähigkeiten trainieren können, um dann hoffentlich die Fortschritte an den nächsten Schweizermeisterschaften unter Beweis zu stellen.

In unserer Galerie gibt eine kleine Auswahl an Bildern von SM in Lausanne.

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