Montag, 23. März 2015, 23.00 Uhr

Es bleibt nur noch Danke zu sagen

Das Herren 1 gewinnt im letzten Spiel der Ära Nationalliga A gegen Erzrivale Einsiedeln mit 3:1.

Es war für alle anwesenden ein besonderer Moment als kurz vor 18 Uhr der stark aufspielende Licka den ersten Matchball für die Unterländer eiskalt verwertete. Nach vier Jahren in der NLA verabschiedete sich ZuZu mit einem Sieg freiwillig von der grossen Volleyballbühne und das Spiel war symbolisch für die ganze Saison. Auf Grund von mehreren Verletzungen reisten die Unterländer nur mit einem Kernteam von 8 Spielern an und mussten auf den Positionen improvisieren. „Heute zeigten wir unsere grösste Stärke: Trotz schlechten Voraussetzungen zeigten wir unser Potential und das wir improvisieren können. Leider hatten wir bereits die ganze Saison mit vielen Problemen zu kämpfen. Oft waren wir nicht einmal eine Handvoll Spieler im Training. Während der ganzen Saison konnten wir höchstens drei Mal 6 gegen 6 im Training spielen und trotzdem haben wir Charakter bewiesen und nie aufgegeben. Auch wenn wir die Saison auf dem letzten Platz beenden, würde ich jederzeit wieder in diesem Team spielen. Ich bin mir sicher, dass viele andere Mannschaften an solchen Verhältnissen zerbrochen wären.“ so der ebenfalls verletzte aber stolze Spielertrainer Herrera nach dem Spiel.

Auch Captain Gahr war mit dem Auftritt seiner Jungs sichtlich zufrieden: „Genau so habe ich mir mein letztes NLA-Spiel vorgestellt. Nach dem verschlafenen Startsatz konnten wir uns zum Glück steigern und das Spiel so richtig geniessen. Jetzt können wir mit einem guten Gefühl in die Sommerpause.“ Und nach einem letzten Statement zur Saison gefragt: „Es bleibt mir nur noch Danke zu sagen. Meinem ganzen Team für die Geduld und den Einsatz, den sie die ganze Saison lang gezeigt haben, den Zuschauern die uns auch in schwierigen Situationen immer unterstützt haben und den Sponsoren die uns vieles erst ermöglichten. Ein besonderes Dankeschön gebührt aber den unzähligen Helfern. Eine NLA-Mannschaft braucht unglaublich viel Manpower im Hintergrund. Auf diese konnten wir immer zählen und dafür bin ich unglaublich dankbar. Diesen Helfern widme ich diesen letzten Sieg. Ohne euch wäre es nicht gegangen und dafür ist euch das ganze Team sehr verbunden.“

Wie die Zukunft aussehen wird ist noch nicht ganz klar. Sicher ist, dass sich Züri Unterland für eine NLB Lizenz beworben hat. Über die Teamzusammensetzung muss aber noch grösstenteils spekuliert werden. „Die Vorbereitungen sind am laufen. Ich hoffe, dass ich einige Spieler davon überzeugen kann auch nächstes Jahr in rot/weiss aufzulaufen. Zusätzlich wird es wohl ein Comeback einiger bekannter Gesichter geben. Das Ziel ist aber ganz klar vorne in der Liga mitzureden und wieder vermehrt auf eigene Spieler zu setzten.“ so Sportmanager Bigger.

VBC Einsiedeln – VBC Raiffeisen züri unterland 1:3 (25:17, 17:25 19:25, 22:25) ca. 100 Zuschauer, - VBC Züri Unterland: Schlatter, Sutter, Argilagos, Bigger, Schatzmann, Licka. – Liboro: Gahr. – Einwechslungen: Fotsch.

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