Montag, 19. Oktober 2015, 09.55 Uhr

Eine neue Mischung, die vieles verspricht

Das neue Damen 1 hat Potential – die Mischung macht es aus! (nicht auf dem Bild sind Elena Hake und Julia Holzer)

Bericht von Peter Weiss im Zürcher Unterländer vom Samstag, 17. Oktober 2015

«Es kommt gut», sagt Milcone Bacchini mit fester Stimme. Einiges an Überzeugung schwingt im Fazit des Trainers mit, der im Trio mit Kurt Brunner und dem langjährigen, während der vergangenen Spielzeit wieder eingestiegenen Coach Andreas Maurer seit einem Jahr wieder Züri Unterlands Frauen-Fanionteam führt. Bacchini, der mit den Unterländerinnen bereits 2007 den Aufstieg in die NLB gefeiert hatte, antwortet auf die obligate Frage nach der Zielsetzung: «Wenn wir die jetzt schon bekannten Absenzen gut kompensieren können und keine Schlüsselspielerin verletzt oder aus beruflichen Gründen über längere Zeit ausfällt, dann sollten wir auf jeden Fall auf einen der ersten beiden Plätze der Abschlusstabelle kommen. Das istabsolut realistisch und muss jetzt einfach auch unser Ziel sein.» Captain Mirjam Fessler geht einen Schritt weiter und sagt: «Mit diesem Kader streben wir mindestens den 2. Platz nach der Rückrunde an. Da wir auch in den Playoffs jedes Spiel gewinnen möchten, wäre der Aufstieg in die NLB als Ziel die logische Folge.» Tatsächlich nährt allein schon der Blick auf die Kaderliste die Hoffnungen im Volleyball-Unterland.

Stabilere Annahme

Nicht weniger als fünf Spielerinnen sind in der Sommerpause neu zum Team gestossen. Unter Züri Unterlands Neuzuzügen befinden sich mit Libera Laura Rüegg, die mit Kanti Schaffhausen in der NLA gespielt hat, sowie den beiden Deutschen Katja Köder und Laura Mählmann auch drei erfahrene Kräfte. Zu ihnen könnte sich gar noch Sibylle Keller gesellen, die lange Jahre im Team des Schweizer Serienmeisters Voléro Zürich mitgewirkt hat. Mählmann sowie die bereits von der klubeigenen Beachvolleyball-Sektion ZuZu-Beach her bekannten Talente Diana Steffen (von Volley Solothurn) und Janick Schaltegger (Aadorf 2) erhöhen zudem die Durchschlagskraft.

Bacchini schwärmt: «Gerade im Aussenangriff sind wir extrem stark aufgestellt. Da haben wir jetzt mehrere Spielerinnen, die sich selbst gegen einen kompakten gegnerischen Doppelblock durchsetzen.» Schliesslich weisen auch einige der Bisherigen in diesem Bereich Qualitäten auf. «Mit Mählmann, Rüegg und Steffen sollten wir nun aber auch in der Annahme und Verteidigung stabiler sein», fügt Bacchini an. «Das war letztes Jahr noch der Schwachpunkt.»

Der Schritt nach vorne könnte jedoch nicht nur dank der Neuzuzüge gelingen. Denn Diagonalangreiferin Chabeli Hasler, Libera Alina Chicherio, die Aussenangreiferinnen Sarah Bolter und Elena Hake sowie die Mittelblockerinnen Julia Holzer und Eva Krieger haben bedingt durch die damals extrem dünne Personaldecke in der vergangenen Saisonsehr viel Matchpraxis gesammelt. Ihr durchwegs noch junges Alter lässt indes weitere Steigerungen als denkbar erscheinen. Und schon in der vergangenen Saison verpassten die Unterländerinnen die Playoffs nur um einen Punkt.

Gute physische Basis

Neue und bisherige Kräfte hätten schon «erstaunlich schnell eine Einheit gebildet», schildert Milcone Bacchini, «obwohl wir erst seit Mitte September gemeinsam trainieren». Körperlich fit hätten die meisten im Team nach der langen Beachsaison ohnehin das Hallentraining begonnen. Doch auch das Zusammenspiel gelinge schon gut. «Ich bin selbst erstaunt, wie weit wir da schon sind», sagt der erfahrene Trainer. Freilich spricht Bacchini auch von einer «sehr guten Mischung» aus jüngeren und erfahreneren, ruhigeren und temperamentvolleren, im Angriff und in der Annahme starken Spielerinnen. Von einer Mischung, die stimmt, schnell zusammenfindet – und vieles verspricht.

Sponsoren