Montag, 21. Dezember 2015, 13.15 Uhr

Als Leader in die Weihnachtspause

Deutlicher hätte die Rollenverteilung vor dem Spiel fast nicht sein können. Der VBC züri unterland lag mit 22 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz und gehört zu den Topfavoriten im Rennen um einen der zwei Playoff-Plätze. St. Gallen hingegen hat mit nur 2 Punkten und keinem einzigen Sieg nach zehn gespielten Runden ganz andere Sorgen. Nichtsdestotrotz gestalteten sich die ersten beiden Sätze aber überraschend ausgeglichen. Zwar zeigten die Unterländerinnen eine solide Leistung, doch immer wieder blieben sie am hohen Block der zum Teil grossgewachsenen Ostschweizerinnen hängen. Je länger je besser jedoch konnten sich die Zürcherinnen auf den Gegner ein- und das eigene Angriffsspiel umstellen. Neben den gewohnt offensivstarken Aussen- und Diagonalangreiferinnen wurden nun vermehrt die Angreiferinnen auf der Mitteposition mit schnellen Bällen eingesetzt. Dies stellte die St. Gallerinnen vor eine scheinbar unlösbare Aufgabe und die Gäste konnten sich so den entscheidenden Vorteil herausspielen. Im dritten Durchgang schien dann die Gegenwehr der Hausherrinen gebrochen. Schwierigkeiten in der Annahme, viele Eigenfehler und die wuchtigen Angriffe der Unterländerinnen führten zum klaren Verdikt von 15:25 und somit einem letztendlich ungefährdeten 3:0 Sieg für die Favoritinnen.

Ein kleines Weihnachtsgeschenk machten am Samstagabend auch noch die direkten Konkurrentinnen an der Spitze der Tabelle. Leader VBC Aadorf musste gegen Wundertüte Rätia Volley eine bittere 0:3 Niederlage einstecken. Somit sind die Damen des VBC züri unterland mit den Aadorferinnen wieder punktgleich, rücken aber dank ihrem hervorragenden Satzverhältnis wieder auf den ersten Tabellenplatz vor und dürfen als Leaderinnen ins neue Jahr starten. Am 9. Januar 2016 um 12:30 in der Sporthalle Ruebisbach dürfen sich die Unterländerinnen dann bereits wieder beweisen. Zu Gast ist der VBC Andwil-Arnegg, welcher sich wie St. Gallen mitten im Abstiegskampf befindet und in der Vorrunde klar besiegt werden konnte. Für einmal kann man also hoffen, dass das neue Jahr ähnlich beginnt, wie das alte aufgehört hat. 

Telegramm:
STV St. Gallen – VBC züri unterland 0:3 (19:25, 21:25, 15:25) Alte Kreuzbleiche – 20 Zuschauer – SR: A. Bär, R. Reiser. – VBC züri unterland: Fessler; Steffen, Schaltegger, Bolter, Köder, Krieger. – Libera: Chicherio. – Einwechslungen: Rüegg.

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