Montag, 25. Januar 2016, 14.15 Uhr

Siegreicher Abschluss zum Ende der Qualifikationsrunde

Mit viel Druck durch die Mitte – David Schlatter zeigte eine ausgezeichnete Leistung gegen ein starkes Schönenwerd.

Im Spiel am Samstag ging es um nichts mehr. Klettgau war bereits sicher in der Playout-Runde und der VBC züri unterland schon in den Playoffs. Das Team musste bei der 1:3 Niederlage gegen das fünftplatzierte VBG Klettgau merken, dass es nicht genügt, wenn sie mit dem Kopf nicht voll und ganz bei der Sache sind. Die Gedanken waren klar bei dem Spiel am Sonntag gegen den Tabellenersten TV Schönenwerd.

Die Gedanken an das Spitzenspiel waren durchaus berechtigt, lediglich ein bisschen zu früh: Am Sonntag waren die Herren aus dem Unterland von Anfang an bereit. Der Start verlief wie am Schnürchen und ZuZu erzwang schon das erste Timeout auf der Seite von Schönenwerd bei einem Stand von 10:5. So ging es auch weiter und nach knapp 20 Minuten stand es 25:15 für die Zürcher. Der zweite Satz wurde zu einem Kopf an Kopf Rennen. Schönenwerd behielt jedoch zum Schluss den kühleren Kopf und schnappte sich den Satz mit 20:25.

Die Stimmung war gereizt und sehr viele Emotionen waren auf beiden Seiten zu spüren. Dies führte dazu, dass schon vor Beginn des dritten Satzes Spielertrainer Herrera nach einem Wortwechsel mit einem gegnerischen Spieler eine rote Karte sah. So starteten die Zürcher in den nächsten Satz mit einem 0:1 Rückstand. Die Ballwechsel waren hart umkämpft. Beide Teams gaben keinen Ball verloren und es gab spektakuläre Rettungsaktionen und Power-Volleyball wie nur selten in der NLB.

Beim Stand von 14:16 kam es zu einer weiteren roten Karte nach einem umstrittenen Schiedsrichterentscheid. Diese ging auf die Rechnung von Zuspieler Fabian Perler. Das Spiel blieb trotz erneutem Strafpunkt zum 14:17 spannend und der VBC Züri Unterland kämpfte sich zurück. Schliesslich ging der Satz – unterstützt durch die lautstarken ZuZu-Rufe des Publikums – in einem extrem packenden Finale mit 33:31 für die Hausherrren zu Ende.

Marco Back und Raphael Licka sorgten für Stabilität in Annahme und Defence...

Das Spiel blieb mitreissend und die Stimmung wurde von Punkt zu Punkt noch angepannter. Bei einem missglückten Spielzug der Unterländer zum 11:10 liess Perler seine Wut über sich selbst am Ball aus und sah dafür die gelb-rote Karte. Dies bedeutet den Ausschluss für einen Satz und der Passeur musste das Feld verlassen. Die Halle kochte, das Publikum tobte und Cao Herrera betritt das Spielfeld als neuer Passeur (aufwärmen lag nicht mehr drin). Die Halle wurde zu einem Hexenkessel und wieder lieferten sich die beiden Teams ein hart umkämpftes Spiel um den vierten und möglichen letzten Satz. Das Team aus Zürich liess sich von den Umstellungen durch den neuen Zuspieler jedoch weniger beeinflussen als der Gegner. Zudem fanden die beiden Aussenangreifer Blachut und Licka immer wieder Lücken und brachten somit den nötigen Halt. Am Ende siegte in diesem knappen und emotionalen Spiel das Team aus Zürich. Vor allem die grössere Erfahrung der Zürcher gegenüber den jungen Solothurnern entschied den umkämpften vierten Satz und das Spiel.

Nach dem Spiel war man auf Zürcher Seite natürlich glücklich über den Sieg: "Es war ein sehr emotionales Spiel heute, welches schlussendlich das stärkere und abgeklärtere Team gewinnen konnte. Wir haben dank unserem starken Zusammenhalt als Team gewonnen“, meinte Spielertrainer Cao Herrera

Die Hausherren waren bis in die Haarspitzen motiviert (fast ein wenig übermotiviert). Die Revanche für das klare 3:0 im Hinspiel ist geglückt und die Unterländer starten die Playoff-Runde mit gleich vielen Punkten auf dem Konto wie Schönenwerd.

Telegramm:
VBG Klettgau – Züri Unterland 3:1 (26:28, 25:20, 25:21, 25:23), Neue Kanti Halle Schaffhausen, 40 Zuschauer, – SR: Budinsky, Bernasconi. – Züri Unterland: Herrera, Cvetkovic, Schlatter, Bigger, Sommer, Blachut. – Libero: Fotsch. – Auswechslungen: Spahr, Willi, Back, Perler.

VBC Züri Unterland – Volley Schönenwerd II 3:1 (25:15, 20:25, 33:31, 25:23) Sporthalle Ruebisbach, 70 Zuschauer, – SR: Spöri, Gigante. – Züri Unterland: Perler, Licka, Schlatter, Bigger, Spahr, Blachut. – Libero: Back. – Auswechslungen: Sommer, Herrera.

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