Sonntag, 21. Februar 2016, 13.30 Uhr

Spiel um Platz 7 oder 8

Um 8 Uhr früh war heute Morgen die Besammlung vor der Jugendunterkunft in Lausanne. Gemeinsam spatzierten die U23-Juniorinnen bei strahlendem Sonnenschein am schönen Genfersee entlang. Der Fokus lag aber nicht auf dem herrlichen Blick auf die verschneiten französischen Alpen auf der gegenüberliegenden Seeseite, sondern ganz auf dem Viertelfinalspiel gegen Neuchâtel. Das Team war sich von Anfang an bewusst, dass es keine einfache Aufgabe werden würde und dass die Neuenburgerinnen als klare Favoriten ins Rennen gehen würden. Zu verlieren hatte man aber auch nichts und so konnte man eigentlich relativ befreit aufspielen. Bereits in der Qualifikation hatte man gegen die gestrigen Vize-Schweizermeisterinnen aus Lugano gezeigt, dass man mit einem Exploit auch die Top-Teams durchaus in Bedrängnis bringen konnte. Das Spiel gegen Lugano vor zwei Wochen endete unerwartet knapp 26:24 und 25:22 zu Gunsten der Luganesi.

Die Juniorinnen schlugen sich nun auch im Spiel gegen NUC über weite Strecken nicht schlecht und konnten oft auf Augenhöhe mitspielen. Es entstand ein ansprechendes Spiel mit viel Druck bei den Angriffen und tollen Verteidigungsaktionen. Leider fehlte aber inbesondere in der Annahme die Konstanz. Regelmässig machten Serviceserien der Gegnerinnen, wieder aufgeholte Punkte zunichte. So eilten die Zürcherinnen regelmässig einem Rückstand hinterher und vermochten dadurch nicht den notwendigen Druck aufzusetzen, um die Neuenburgerinnen aus ihrem Konzept zu bringen. NUC gewann das Spiel in zwei Sätzen und qualifizierte sich wie erwartet für die Halbfinals. 

Für ZuZu blieb leider nur der etwas bittere Nachgeschmack, dass vermutlich mehr drin gelegen wäre und sie ihre beste Leistung in diesem Spiel leider nicht abrufen konnten. Eine Halbfinalqualifikation wäre aber – auch im Vergleich mit der physischen Präsenz der anderen Teams unter den Top 4 – eher einer kleinen Sensation gleichgekommen. NUC holte sich letztendlich im kleinen Final verdient die Bronzemedaille gegen Smaesh Pfeffingen.

Gleich im Anschluss an das Viertelfinalspiel folgte ein weiteres Match um den Einzug in die Platzierungsspiele um Rang 5/6 respektive 7/8. Der Gegner war Volleya Obwalden – ein Team, das von den Leistungen her durchaus mit den Unterländerinnen vergleichbar ist. Entsprechend war das Ziel auch ganz klar, diesen Match zu gewinnen und sich somit für die Rangierungsspiele um die Plätze 5 und 6 zu qualifizieren. Die Niederlage gegen NUC sass allerdings noch fest in den Köpfen der Zürcherinnen. Dies merkte man den jungen Spielerinnen noch deutlich an. Nach einer solchen Niederlage nur wenige Minuten später gleich wieder umschalten zu können, ist mental eine grosse Herausforderung und so starteten die ZuZu-Juniorinnen eher schlecht in das Spiel gegen Obwalden. Vergleichbar mit einem Mikrowellenburrito, den man ganz langsam auftaut, kämpften sich die Juniorinnen langsam wieder an ihr gewohntes Spiel heran und konnten den Abstand zu den etwas enteilten Obwaldnerinnen, die ein sehr engagiertes Spiel zeigten, stetig verkürzen. Es war dennoch ein eher zähflüssiges Spiel und wieder verkauften sich die jungen Zürcherinnen phasenweise deutlich unter ihrem Wert. Gerade in der Annahme wurde erneut viel zu unpräzise gearbeitet. Das gegnerische Team machte derweil kaum Eigenfehler und spielte sein Spiel ohne sich gross aus der Ruhe bringen zu lassen. Auch wenn es am Schluss nochmals knapp wurde, ging der erste Satz mit 25:23 an Obwalden.

Im zweiten Satz bot sich ein ähnliches Bild. Erneut geriet das U23-Team von Züri Unterland von Beginn an in Rückstand und musste sich mühsam wieder herankämpfen. Ein Passeurwechsel bracht nochmals etwas Schwung zurück ins Spiel der Unterländerinnen. Elena Hake versuchte das Spiel besser zu verteilen und versuchte auch die Mitteangreiferinnen gezielt einzusetzen. Zwei, drei Punkte blieben aber immer an Vorsprung für Obwalden übrig und so konnten sie auch den zweiten Satz mit 25:21 für sich entscheiden. Schade! Auch hier wäre definitiv mehr drin gelegen an einem guten Tag.

Aber wir wollen nun die Köpfe nicht hängen lassen und fokussieren uns ganz auf das Platzierungsspiel um die Ränge 7 und 8 um 14:45 Uhr! Schliesslich wollen wir mit einem Sieg die Heimreise antreten. Wir freuen uns auf das Match und sind hoch motiviert dieses für uns zu entscheiden. Das Ziel unter die Top-8 zu kommen ist erreicht, nun gilt es dieses noch zu übertreffen und können ohne Druck befreit aufspielen.

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