Sonntag, 13. März 2016, 12.10 Uhr

Noch 2 Punkte bis zum sicheren Meistertitel

Spiele in Genf sind immer ein bisschen speziell und häufig schwierig zu gewinnen: Einerseits muss zuerst die lange Anfahrt quer durch die Schweiz verarbeitet werden und andererseits spielen die Hausherren in ihren gewohnten Gefilden meist viel stärker als auswärts. Das mag wohl auch am speziellen Groove der Halle, die sich mitten in einem Wohnhochhäuserquartier von Genf befindet, und am eher düsteren Licht liegen.

So wunderte es niemanden, dass die Genfer gleich zu Beginn die Zürcher an die Wand spielten. Die Hausherren legten los wie die Feuerwehr und Coach Cao Herrera sah sich beim Stand vom 4:8 zum ersten Time-Out gezwungen. Dort meinte er: „Relax. Spielt technisch sauber und intelligent. Und vor allem: Habt Geduld. Die Genfer mögen dieses Tempo nicht durchspielen!“ Wie so häufig behielt der alte Volleyballhase Recht. Die Genfer bauten ein bisschen ab und die Zürcher konnten ein klein wenig zulegen. Nach einer guten Service-Serie zum Schluss des ersten Satzes von Edel-Joker Sommer gewannen die Zürcher den ersten Satz mit 25:20.

Auch im zweiten Satz vermochten die Gastgeber das Spiel lange Zeit ausgeglichen zu gestalten. Vor allem die gegnerischen Mittelangreifer konnten häufig punkten. Doch die Zürcher hielten mit einem starken Gahr auf der Diagonalposition und Licka in Hochform auf der Aussenposition dagegen. Perler, der am Pass wie gewohnt das Spiel der Zürcher bestens dirigierte, konnte so den Druck auf die Gegner immer hochhalten. Zum Satzende gelang es den Zürchern wieder davon zu ziehen und auch den zweiten Satz zu gewinnen.

Im dritten Umgang wechselte der gegnerische Coach den Passeur aus. Die Unterländer brauchten ein paar Minuten um sich an die neue Spielweise zu gewöhnen und es sah eine Zeit lang so aus, als ob Genf doch noch einen Satz gewinne. In einem spannenden Ende des Satzes drehten jedoch die Zürcher den Rückstand in einen Vorsprung. Bezeichnenderweise endete das Spiel mit einem Blockpunkt der Zürcher gegen einen zuvor stark aufspielenden Mittelangreifer aus den Genfer Reihen 26:24. Das freute natürlich auch die zahlreichen lautstarken Zürcher Unterländer Fans, die ganz unverhofft den Weg nach Genf gefunden haben.

Mit diesen 3 Punkten in der Tasche können die Zürcher bereits am nächsten Samstag zu Hause in Kloten den NLB-Meistertitel holen. Captain Licka meinte nach dem Spiel: „Ich freue mich enorm auf dieses letzte Heimspiel. Am liebsten würde ich die Zeit nach vorne drehen und das Spiel gleich spielen. Den Titel zuhause zu holen wäre für das Team das grösste.“ Doch dazu müssen die Jungs um Cao Herrera unter der Woche nochmals kräftig anpacken und gut trainieren: Lausanne wird kein Spaziergang.

Telegramm:
VBC Servette Star-Onex – VBC Züri Unterland 0:3 (20:25, 18:25, 24:26)
Salles Ecole des Racettes , 60 Zuschauer, – SR: 1. SR: Hirschi Adrian 2. SR: Siegrist Christoph – Züri Unterland: Perler, Licka, Schlatter, Bigger, Back, Gahr. – Libero: Fotsch. – Auswechslungen: Sommer

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