Mittwoch, 16. März 2016, 09.25 Uhr

Herren 2 gewinnt das Derby

Den Ligaerhalt konnte das Herren 2 bereits vor ein paar Wochen sichern. Von den verbleibenden drei Spielen sollten aber dennoch ein paar Punkte mitgenommen werden, auch wenn mit Einsiedeln und Volero gleich zwei Auswärtsbegegnungen mit Teams an der Tabellenspitze auf die Unterländer warteten. Das Spiel in Einsiedeln verlief wenig befriedigend. Das Team war aufgrund eines J&-S-Trainerkurses auf fünf Spieler geschrumpft und musste insbesondere auf Stammpasseur Luc Häring verzichten. Eingesprungen sind dafür freundlicherweise Christian Busin und Stephan Locher. Auch wenn Max Pfeifer als Ersatzpasseur alles gab – und der erste Satz dank einer guten Teamleistung sogar gewonnen werden konnte – konnte diese Lücke nicht kompensiert werden. Da mit Libero gespielt wurde, fehlten auch jegliche Wechseloptionen und es resultierte so eine sehr deutliche 1:3-Niederlage gegen die Klosterdörfler. 

Gegen das aktuell mit 26 Punkten auf Platz 3 liegende Volero rechneten sich die Unterländer offensichtlich auch nicht sehr viele Chancen aus. Das aufgrund von Verletzungen nur gerade sechs Spieler zählende ZuZu würde sehr gefordert sein. Dass David Garne – frischgebackener Papa einer Tochter – sich offenbar bei Beckenbodenübungen im Schwangerschaftsturnen einen Trizeps lädiert hat, machte das Team auch nicht gerade zuversichtlicher, sich gegegen die grossgewachsenen und mit viel Zug spielenden Voleraner durchzusetzen. Dies liess auch die generelle Körpersprache im ersten Satz vermuten. Zu Beginn hielt man noch gut mit, liess sich dann aber durch ein paar starke Sprungservice einen Rückstand aufzwingen, der nicht mehr einholbar war. Der erste Satz war somit relativ schnell Geschichte und manch einer dachte wohl, dass auch die kommenden zwei Sätze schnell zu Gunsten der Gastgeber entschieden sein würden. 

Im zweiten Satz fassten die jungen Unterländer aber neuen Mut und gleich von Anfang an machten sie mit starken Services von Luc Häring Druck auf die gegnerische Annahme. Das neu gewonnen Selbstvertrauen vermochte die Unterländer anzutreiben. Schnell stand ein Sieben-Punkte-Vorsprung auf dem Konto, der lange Zeit mit sehr guten Spielzügen und einem cleveren Sideoutspiel (insbesondere auch über die Rückraumpositionen) verwaltet werden konnte. Erst gegen Ende des Satzes legte Volero nochmals einen Zahn zu. Der Unterländer Vorsprung schmolz dahin, bis letzlich bei 23:23 der Ausgleich hingenommen werden musste. Die Unterländer behielten aber die Nerven und der Satz konnte mit 23:25 doch noch gewonnen werden. 

Satz drei war lange Zeit sehr ausgeglichen. Beide Teams spielten auf gutem Niveau und machten regelmässig ihr Sideout – teilweise allerdings auch mit etwas komischen pingpongartigen Spielzügen. Wiederum entschied eine leichte Annahmeschwäche in der Moneytime den Satz zu Gunsten von Volero. Der vierte Satz verlief ähnlich wie Satz 3, wobei sich die Unterländer diesmal durch eine starke Teamleistung und die gute Stimmung auf dem Feld vorwärts pushten und den Angriffen der Volero-Spieler mit guter Blockarbeit Paroli boten. Aus dem Rückraum konnte Stefan Wiederkehr gleich zweimal spekakulär punkten, was das entscheidende Momentum brachte, um den vierten Satz verdient ins Unterland zu holen. 

In Satz fünf legten die Unterländer los wie die Feuerwehr. Es gelang praktisch alles und schnell stand es 5:1 für ZuZu. Volero arbeitete sich nochmals auf wenige Punkte heran. Beim Spielstand von 9:13 war das Selbstvertrauen jedoch genug gross, um sich nicht mehr weiter aus der Ruhe bringen zu lassen und den Match mit den Sideouts für sich zu entscheiden. Mit einem Kurzangriff wurde der Matchball schliesslich erfolgreich verwertet. Somit holt sich das Herren 2 eher überraschende zwei Punkte aus dem Derby der Zürcher Grossclubs. Im Vordergrund stand aber letztendlich die kämpferische Teamleistung und ein Spiel auf gutem Niveau, das aber Satz 2 auch wirklich Spass gemacht hat. 

So gibt es auch in der Rangliste keine singnifikanten Verschiebungen. Volero liegt weiterhin mit 27 Punkten auf Platz 3 hinter Einsiedeln mit 30 und Uster mit 31 Punkten. Der VBCZU verteidigte vorerst den vierten Tabellenplatz. Mit einem Sieg im letzten Spiel gegen Spada am kommenden Dienstag im Nägelimoos (20:00 Uhr) kann dieser noch verteidigt werden. Selbstverständlich freuen wir uns über viele Zuschauer und werden wieder Vollgas geben!

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