Dienstag, 22. März 2016, 09.25 Uhr

Unterländer gewinnen den NLB-Meistertitel

Das Herren 1 wird NLB-Schweizer Meister! Hinten v.l.n.r. Fabian Perler, Remo Spahr, Stefan Sommer, Fabian Bigger, Manuel Gahr, Luka Cvetkovic, Stephanie Stalder (Assistenztrainerin), Nina Hake (Physio), Gilman Angel Cao Herrera (Headcoach/Trainer); Vorne v.l.n.r.: Tjark Hinrichs, David Schlatter, Marco Back, Raphael Licka (Captain), Raphael Fotsch. Nicht auf dem Bild: Dominik Willi, Krzysztof Blachut

Eigentlich war es bereits seit letztem Sonntag klar: Die Zürcher Volleyballer können in der Tabelle nicht mehr eingeholt werden und gewinnen die NLB-Meisterschaft. Dies weil das zweitplatzierte Schönenwerd gegen das letztplatzierte Olten verloren hatte. Doch die Unterländer wollten unbedingt im letzten Heimspiel der Saison noch einmal eine gute Performance zeigen und so dem Heimpublikum einen schönen Abschied in die Sommerpause bescheren.

Das Spiel startete ungewöhnlich mit der Nationalhymne vor dem Match. Irgendwie schien das spezielle Prozedere und die Vorfreude auf den Meisterpokal die Zürcher eher zu hemmen als zu beflügeln. Sie starteten gegen die dezimierten Lausanner, die nur zu siebt angereist waren, verhalten und kassierten einige Blockpunkte. Doch nach und nach legte sich die Nervosität und die Zürcher spielten ihr gewohntes, druckvolles und variables Spiel und zeigten so den zahlreichen Fans nochmals schönes Volleyball. So verlief der Match gegen die Westschweizer relativ einseitig. Lausanne hatte nicht die spielerischen Möglichkeiten um gegen diese starken und motivierten Zürcher zu bestehen. Dies gab Coach Cao Herrera die Möglichkeit auch Spieler einzusetzen, die nicht so häufig zum Zug kamen.

Nach dem klaren 3:0 Sieg folgte die Pokalübergabe an das Team aus dem Unterland und die Feierlichkeiten konnten beginnen. Die Spieler und auch die Trophäe hatten da noch einen langen Abend vor sich…Coach Cao Herrera meinte nach dem Spiel: „Ich bin so stolz auf die Jungs. Anfangs Saison hat wirklich niemand an uns geglaubt. Zuerst war das Ziel die Playoff-Qualifikation. Doch die Jungs spielten sich in einen Rausch und zeigten was wirklich in ihnen steckt. Chapeau und grosser Respekt für dieses Team!“

Am Sonntag folgte dann noch ein sogenanntes „Spiel um die goldene Ananas“. Die Zürcher mussten zum Abschluss der Saison nach Bern. Doch da keine Rangverschiebungen mehr möglich waren, verkam dieses Spiel zur Farce. Den Zürchern waren die Feierlichkeiten doch noch anzumerken und die Berner traten auch nicht mit der letzten Entschlossenheit an. So spielten die beiden Teams eher auf bescheidenen Niveau dieses Spiel. Nach der 2:0-Satzführung der Zürcher wurden die Berner wohl in ihrem Stolz doch zu stark angekratzt und zeigten eine Leistungssteigerung. Sie kämpften sich zurück und die Zürcher mussten sich in diesem Spiel noch 3:2 geschlagen geben.

Das ist jedoch nur eine Randnotiz wert. Das wichtigste ist der Meistertitel, den die Zürcher dieses Wochenende feiern konnten. Alle im Verein sind stolz und teilweise wohl auch erstaunt, wie gut sich das Team, das vor der Saison frisch zusammengewürfelt wurde, geschlagen hat. So kann es auch in der nächsten Saison in der NLB weitergehen: Die Zürcher verzichten freiwillig auf den Aufstieg in die NLA, da die finanziellen und personellen Mehraufwände zu gross wären. Zudem möchte man das Team, das sich auf diese Saison hin frisch zusammengetan hat auch noch ein wenig mehr zusammenwachsen lassen, bevor ein allfälliger Aufstieg wieder zum Thema würde.

VBC Züri Unterland – Lausanne UC 3:0 (25:20, 25:16, 25:20), Sporthalle Ruebisbach, 100 Zuschauer, – SR: 1. SR: Signer Sepp, 2. SR: Spahni Hugo – Züri Unterland: Perler, Licka, Schlatter, Bigger, Gahr, Spahr. – Libero: Back. – Auswechslungen: Cvetkovic, Sommer, Fotsch
VBC Uni Bern – VBC Züri Unterland 3:2 (19:25, 21:25, 25:14, 25:17, 15:12), Sporthalle ZSSW, 35 Zuschauer, – SR: 1. SR: Jungen Michael, 2. SR: Zellweger Fabienne – Züri Unterland: Perler, Back, Schlatter, Bigger, Gahr, Spahr. – Libero: Fotsch. – Auswechslungen: Cvetkovic, Sommer

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