Donnerstag, 13. Oktober 2016, 10.45 Uhr

Unterland-Frauen wollen hoch hinaus

Bericht von Peter Weiss im Zürcher Unterländer vom 13.10.2016

Drei neue Trainer, sechs neue Spielerinnen, fünf Abgänge – seit Züri Unterlands Frauen-Fanionteam Anfang März im Halbfinal der Aufstiegs-Playoffs zur NLB gegen Giubiasco knapp ausgeschieden ist, hat sich einiges bei ihm getan. Vasi Koutsogiannakis ist auf die Trainerbank des Teams zurückgekehrt, die er 2014 nach zwei Jahren verlassen hatte. Im Verbund mit seinen beiden neuen Coach-Kompagnons Philipp Häring und Thomas Schmidli möchte er die Equipe heuer auf die zweithöchste nationale Volleyball-Stufe zurückführen.«Die Mannschaft, die ja schon letztes Jahr ein sehr gutes Team war, ist punktuell weiter verstärkt worden, die Spielerinnen wollen aufsteigen, der Klub auch», nennt Koutsogiannakis Gründe dafür, dass es heuer klappt mit dem nächsten Schritt. Und ergänzt: «Das Teamgefüge und der Zusammenhalt stimmen, und dank der Neuzuzüge gibt es nun auf jeder Position Alternativen.» Letzteres ermögliche es, allfällige Ausfälle zu kompensieren – und sorge für einen gesunden Konkurrenzkampf im Team, sagt der 32-Jährige. Dass er viele Spielerinnen schon seit Jahren kennt und einige von ihnen zusammen mit Philipp Häring in der Saison 2014/15 zum 5. Platz an der Schweizer Meisterschaft der U19-Teams geführt hat, bildet ein weiteres Mosaiksteinchen.

Vielversprechende Neue

Beim prominentesten Neuzuzug handelt es sich um eine bekannte Grösse in der Klotener Ruebis- bachhalle: Fujan Fahmi kehrt nach einem Jahr Pause zurück. Die NLA-erprobte Mittelblockerin verstärkt das Kader in dreier- lei Hinsicht: Nach den Rücktrit- ten der erfahreneren Kräfte Laura Mählmann, Katja Köder, Laura Rüegg und Sibylle Keller erhöht sie den Faktor Routine wieder, mit ihren 1,80 Metern sorgt sie für mehr Grösse am Netz, «und sie bringt einen extremen Sieges- willen und Biss mit», lobt Trainer Vasi Koutsogiannakis. Camila Addiechi und Joana Aebi, die aus der Nachwuchs-Abteilung des Frauen-Serienmeisters Volero Zürich ins Unterland wechseln, ergänzen das Kader in der Breite. Nadine Mattmann hat indes schon mit Luganos zweiter Mannschaft in der NLB gespielt. «Sie ist in Angriff und Annahme sehr stabil», schildert Koutso- giannakis, «eine komplette Spie- lerin, die uns im Aussenangriff neue Varianten ermöglicht.» Dort ist nun auch wieder Captain Mirjam Fessler vorgesehen. Für die Position als Passeurin, welche die routinierte Teamleaderin und gelernte Angreiferin in den vergangenen beiden Spielzeiten übernommen hatte, kommen die zwei Zuzüge aus der klubeigenen zweiten Mannschaft infrage: Eliane Häring und Isabelle Stalder. Koutsogiannakis: «Je nach Tagesform und Gegner kann eine von beiden auf dem Feld stehen.»

Nach einer intensiven Vorbereitung mit einem Trainings- wochenende in Bülach, einem Trainingslager in Davos, zwei erfolgreichen Testspielen gegen NLB-Teams und einem 3:2-Sieg in der 2. Cup-Runde beim Zweit- ligisten Näfels seien die Unterländerinnen bereit für den Start, schätzt der Trainer. 

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