Dienstag, 07. Februar 2017, 15.05 Uhr

Hart erkämpfter Sieg gegen ein starkes Lutry

Nach diesem Spiel war die Erschöpfung allen Beteiligten anzusehen: Nach fast 2 Stunden hartem Kampf war nicht mehr viel Energie übrig. Aber es hat sich gelohnt, dass die Zürcher nie aufsteckten und auch nach einem 2:0-Satzrückstand noch weiterkämpften. Denn am Schluss verfügten die Gäste aus der Deutschschweiz noch die grösseren Kraftreserven. Coach Cao Herrera meinte dazu: «Da hat man wieder einmal gesehen, dass sich die harten Stunden im Kraftraum ausbezahlen. Wir waren am Schluss frischer als der Gegner.»
Nun aber der Reihe nach. Lutry war der erwartet harte Gegner, der vor allem bei seinen Heimspielen jeweils zu überzeigen weiss. Mit Romain Vadeleux verfügen die Westschweizer einen sehr starken und sehr erfahrenen ehemaligen NLA-Spieler. Dieser wurde in den entscheidenden Situationen immer wieder angespielt und die Zürcher hatten Mühe ihn zu kontrollieren. Auch die beiden physisch sehr starken Mittelblocker von Lutry machten den beiden Zürchern Mittelblocker Schlatter und Bigger das Leben schwer. Nur selten gelang es den beiden Zürchern sich gegen die Gegner durchzusetzen. Ganz allgemein hatten die Unterländer in den ersten beiden Sätzen Mühe den Punkt gegen den starken Block zu machen. So konnten die Westschweizer jeweils davonziehen und die beiden Sätze für sich entscheiden. Die Zürcher hatten nicht viel zu bestellen in diesen beiden Sätzen.
Nach diesem Rückstand versuchten die Gäste aus der Deutschschweiz das eigene Spiel umzustellen. Sie wollten variabler und schneller spielen. Passeur Perler setzte das gekonnt um und so wurde der Block auseinandergezogen. Vor allem Gahr und Navarro Alderete punkteten in dieser Phase häufig. Mit einigen schönen Verteidigungsaktionen schafften die Zürcher auch die nötigen Minibreaks um sich einen Vorsprung zu erspielen. Kurz vor Schluss des dritten Satzes bäumte sich Lutry nochmals auf und glich das Spiel aus, doch die Unterländer konnten kontern und sich den dritten Satz krallen.
Der vierte Satz startete nicht sehr gut für die Zürcher. Durch einige Abnahmefehler und wieder Problemen beim Angriff erspielten sich die Waadtländer einen Vorsprung. Cao Herrera reagierte und brachte mit Verteidigungsspezialist Sommer einen frischen Spieler. Diese Einwechslung zeigte sofort Wirkung und Sommer überzeugte in dieser Phase mit einer 100%-Angriffseffizienz. Diesen Schwung nahmen die Zürcher mit und erspielten sich den vierten Satz mit 25:21.
Die Zürcher waren im Tiebreak ganz klar gewillt es nicht Stan Wawrinka nachzumachen und nach einer Aufholjagd über zwei Sätze den fünften Satz trotzdem zu verlieren. Bis zum Seitenwechsel waren die Westschweizer knapp in Führung und es sah nach einer Zitterpartie aus. Doch dann schnappte sich Licka den Ball und schaffte mit einer starken Jump-Service-Serie einen klaren Punktevorsprung. Diesen Vorsprung verspielten die Zürcher nicht mehr und sie verwerteten den Matchball zum viel umjubelten Sieg.
Sportmanager Bigger meinte: «So macht das Spielen Spass. Dank einer sehr guten kämpferischen Leistung kamen wir nochmals ins Match zurück. Heute hat das ausgeglichenere und variablere Team gewonnen, obwohl der Gegner teilweise über die besseren Einzelspieler verfügte.» Dieser Einschätzung muss man eigentlich nichts mehr anfügen. Bereits nächsten Samstag geht es gegen Lausanne wieder um wichtige Punkte. Es wird wieder ein enges Spiel erwartet.
Telegramm:
Lutry-Lavaux Volleyball I – VBC Züri Unterland 2:3 (25:17, 25:20, 23:25, 21:25, 10:15) La Conversation-Corsy, 35 Zuschauer, – SR: Milos, Gashi. – Züri Unterland: Perler, Licka, Schlatter, Bigger, Navarro Alderete, Gahr. – Libero: Back. – Auswechslungen: Sommer, Spahr, Haldemann, Wachter

replicas relojes

Sponsoren