Dienstag, 14. Februar 2017, 07.50 Uhr

Zweiter Playoff-Sieg

Raphael Licka zeigte mit zahlreichen druckvollen Angriffen den Lausannern wo der Hammer hängt.

Wie Schönenwerd II spielen bei Lausanne UC II vor allem junge Spieler, die kurz vor dem Durchbruch beim Fanionteam stehen. Captain Licka meinte vor dem Match: «Wir dürfen die Jungen nie in einen Spielrausch kommen lassen. Sobald sie zwei, drei wichtige Punkte holen, sind sie nur noch schwer zu bremsen.» So war die Marschroute für die Zürcher klar. Sie wollten von Anfang an Druck auf den Gegner aufbauen und die Lausanner ja nicht an einem Punktgewinn oder gar an einem Sieg schnuppern lassen.

Mit dem nötigen Selbstvertrauen aus der Aufholjagd vor Wochenfrist bei Lutry-Lavaux starteten die Unterländer in dieses Spiel. Vor allem Captain Licka und Passeur Perler zeigten ein sehr starkes Spiel. Vielfach war der hohe Block der Lausanner vom Tempo überfordert und dementsprechend löchrig. Das nutzten die Zürcher resolut aus und konnten sich so einen Vorsprung erspielen. Das war auch nötig, denn die Lausanner liessen sich nicht richtig abschütteln. Immer wieder kamen sie ihrerseits mit starken Aufschlägen und guten Verteidigungsaktionen des stark aufspielenden Lausanner Liberos zu Punkten. Trotzdem gelang es den Zürchern die Westschweizer in den ersten beiden Sätzen mit 25:21 und 25:20 zu schlagen.

Im dritten Satz bewahrheitete sich die Warnung von Licka: Die Lausanner starteten mit starken Aufschlägen und guter Blockarbeit in den Satz. Sofort resultierte ein kleiner Vorsprung. Mit dem Selbstvertrauen aus diesem Vorsprung spielten die Waadtländer immer stärker und es gelangen ihnen Punkte aus allen Lagen. Die Deutschschweizer ihrerseits hatten Mühe sich wieder zu fangen. So ging der dritte Satz relativ deutlich an die Gäste.

Das Ziel für dieses erste Heimspiel waren ganz klar 3 Punkte. Nun war also die Devise klar: Den vierten Satz müssen die Zürcher für sich entscheiden, sonst gibt es nur zwei oder gar nur einen Punkt für das Heimteam. Dieser Druck tat dem Team aber gut: Die Abstimmung und Konzentration bei den Zürchern stimmte nun wieder besser. Vor allem dank einigen schönen Blockpunkten Mitte des vierten Satzes konnten die Zürcher davonziehen. Zusätzlich zeigten Licka und Perler in diesen entscheidenden Momenten keine Nerven und erspielten jeweils mit Serviceserien einige Punkte. So ging der vierte Satz an die Zürcher und die Hausherren durften sich über 3 gewonnene Punkte freuen.

Da die dritt- und viertplatzierten Teams (Colombier und Volero Zürich) heute klar verloren haben, stehen die Zürcher mit einem Punkt Rückstand auf Platz zwei. Sie weisen jedoch schon mindestens 3 Punkte Vorsprung auf alle anderen Konkurrenten auf. Nächste Woche steht das schwere Auswärtsspiel in Colombier an. Die Neuenburger standen im Cup-Halbfinale und haben auf dem Weg dorthin bereits den NLA-Klub Einsiedeln 3:0 aus dem Wettbewerb geworfen. Die Zürcher sind also gefordert. Am Sonntag in zwei Wochen kommt es dann in der Ruebisbach zum Spitzenkampf zwischen Leader Bern und den zweitplatzierten Zürchern. Diesen Leckerbissen darf man sich auf alle Fälle nicht entgehen lassen.

Telegramm
VBC Züri Unterland – Lausanne UC II 3:1 (25:21, 25:20, 18:25, 25:19) Sporthalle Ruebisbach, 60 Zuschauer, – SR: Signer, Schürmann. – Züri Unterland: Perler, Licka, Schlatter, Bigger, Navarro Alderete, Gahr. – Libero: Back. – Auswechslungen: Sommer, Fotsch, Spahr.

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