Montag, 27. Februar 2017, 08.40 Uhr

Erste Heimniederlage für die Herren

Trotz hohem Block, waren die Berner teilweise noch etwas höher – und Mirco Gerson machte insbesondere am Service gehörig Druck.

Dass es an diesem Sonntag schwer werden würde um drei Punkte zu holen, war allen schon vor dem Spiel klar. Mit dem VBC Uni Bern reiste der aktuelle Tabellenführer und Aufstiegskandidat in die Sporthalle Ruebisbach. Die Berner haben sich im Vergleich zur letzten Saison auf mehreren Positionen verstärkt und stellen ein starkes und ausgeglichenes Team. „Heute sind die Rollen einmal anders verteilt. Heute müssen nicht wir gewinnen und können frei aufspielen“, meinte Coach Cao Herrera vor dem Spiel.

Die Zürcher mussten am Sonntag wiederum ohne Bigger und Licka auskommen und sie starteten nervös ins Spiel. Es war nicht viel vom befreiten Aufspielen zu sehen. Vor allem die starken Sprungservice von Beachprofi Mirco Gerson und die starke Blockarbeit der Hauptstädter machte den Zürchern zu schaffen. So war es klar, dass die Zürcher schon bald einem relativ grossen Rückstand nachrennen mussten. Der Vorsprung der Berner betrug teilweise 7 Punkte. Doch wie eine Woche zuvor in Colombier erwachten die Unterländer plötzlich und konnten den ersten Satz mit einem starken Schlussspurt noch drehen. Der Grundstein für eine Überraschung war mit diesem 25:23-Satzerfolg gelegt.
Mit diesem Satzverlust hatten die Berner nach der komfortablen Führung natürlich nicht gerechnet. Sie brannten auf Revanche und es entwickelte sich im zweiten Satz ein heisser Kampf in der gut gefüllten Ruebisbach-Halle. Kein Team wollte verlieren. Die Emotionen waren auf beiden Seiten zu spüren und dies verlieh diesem Spitzenkampf die nötige Würze. Doch leider war es den Zürchern nicht vergönnt auch diesen Satz zu gewinnen und so hiess es Satzausgleich in diesem spannenden Spiel.

Auch im dritten Satz konnten sich beide Teams abwechselnd einen Vorsprung erspielen. Es war ein stetes Hin und Her bis zur entscheidenden Phase. Beim Stand von 22:22 hatten die Zürcher nach einer Verteidigungsaktion die Chance ein Minibreak zu erzielen. Doch leider scheiterte Navarro Alderete am starken Berner Block. Die Berner hatten in diesem Spiel ganz klar die bessere Blockarbeit und konnten damit viele Punkte herausspielen. So stand es statt 23:22 für die Zürcher 22:23 für die Berner. Diesmal konnten sich die Zürcher nicht nochmals aufraffen und so ging auch der 3. Satz in die Hauptstadt.

Ähnlich wie im Satz zuvor erspielten sich die Zürcher auch im vierten Satz am Satzanfang einen Vorsprung. Dieses Mal lagen die Unterländer gar 6 Punkte in Front. Doch dieser schmolz relativ schnell dahin. Wenn die Annahme nicht perfekt war (was bei den teilweise starken Services der Berner auch kein Wunder war), gelang es den Zürchern nicht den Block der Hauptstädter genug zum Laufen zu bringen. Das wieder hatte den Effekt, dass sie sich schön vorbereiten konnten und es so den Zürchern praktisch verunmöglichten zu direkten Punkten zu kommen. Schlussendlich sicherten sich die Berner mit einem 25:21-Satzerfolg im vierten Satz die drei Punkte in diesem Spitzenspiel.

Alles in allem zeigten die Zürcher eine solide, aber keine herausragende Leistung und dies reichte gegen dieses Team an diesem Sonntag nicht um Punkte zu gewinnen. Das Heimteam vermochte immer wieder positive Akzente zu setzen und zu einem spannenden Spiel beizutragen, aber leider kamen nach den positiven immer wieder auch negative Akzente in Form von Phasen wo die Zürcher den Ball nicht auf den Boden des Gegners brachten. Die Zürcher müssen die Konstanz wieder finden um solche Teams in die Knie zu zwingen. Am besten schon am nächsten Samstag auswärts in Lausanne.

Telegramm:
VBC Züri Unterland – VBC Uni Bern 1:3 (25:23, 20:25, 22:25, 21:25), Sporthalle Ruebisbach, 100 Zuschauer, – SR: Signer, Sirucek. – Züri Unterland: Perler, Spahr, Schlatter, Haldemann, Navarro Alderete, Gahr. – Libero: Back. – Auswechslungen: Sommer, Wachter, Fotsch.

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