Montag, 06. März 2017, 09.45 Uhr

Eine weitere Niederlage in der Westschweiz

Die NLB-Herren des VBC Züri Unterland verlieren auswärts nach einer ungenügenden Leistung gegen Lausanne mit 3:1.

Am Samstag stand das letzte Auswärtsspiel gegen eine Mannschaft aus der Westschweiz an. Die Zürcher mussten in diesem Spiel auf einige Spieler verzichten: Passeur Fabian Perler, Aussenangreifer Raphael Licka und ebenfalls Mittelblocker Jérôme Haldemann fehlten. So musste Altmeister und Spielercoach Cao Herrera in die Bresche auf der wichtigen Zuspielerposition springen. Aufgrund dieser Abwesenheiten waren nicht unbedingt die Zürcher in der Favoritenrolle in diesem Spiel.

Vor erstaunlich vielen Zuschauern in der weitläufigen Halle in Lausanne starteten die Zürcher ziemlich nervös ins Spiel. Es war klar ersichtlich, dass es noch einige Unsicherheiten auf Seiten der Deutschschweizer gab. Zusätzlich heizten drei afrikanische Trommler mit ihren Djembés und Bongos mächtig ein. Die Geräuschkulisse war dementsprechend gross, was die Zürcher zu Beginn zusätzlich einzuschüchtern schien. Mit der Zeit kam jedoch die Lockerheit zurück. Scheinbar liessen sich die Gäste nach der Startnervosität von den groovigen Rhythmen anstecken und schalteten Mitte Satz einen Gang höher und rissen die Führung an sich. Doch leider ging den Zürchern kurz vor Schluss die Puste aus und Lausanne konnte diesen ersten Satz knapp mit 25:22 gewinnen.

Der zweite Satz verlief ganz ähnlich wie der erste. Wiederum war es eng bis zum Schluss, doch wieder mit dem besseren Ende für Lausanne. Cao Herrera, der seine fehlende Geschwindigkeit vor allem mit viel Erfahrung und gutem Stellungspiel kompensierte, versuchte immer wieder den gegnerischen Block mit vielen Angriffen über die Mitte und Kombinationen zu destabilisieren. Das klappte auch ganz gut, doch leider schlichen sich bei den Zürchern immer wieder Löcher ein, wo sie zu viele Eigenfehler produzieren. Unter anderem Ernesto Navarro Alderete auf der Diagonalposition, dem es an diesem Samstag nicht gut lief, traf häufig nicht das gegnerische Feld sondern eher den Block oder schlug den Ball knapp neben die Linie.

Deshalb stellt der Coach im dritten Satz. Neu spielte Stefan Sommer auf der Aussenposition und Remo Spahr rückte von der ungewohnten Aussenposition wieder auf seine angestammte Diagonalposition. Die Massnahme zeigte sofort ihre Wirkung. Die Gäste konnten vermehrt Angriffe der Lausanner verteidigen und selber mit dem Gegenangriff veredeln. Gegen Ende des Satzes liess die Konzentration bei den Zürchern ein wenig nach. Dennoch gelang es einen Vorsprung (25:22) von drei Punkten ins Ziel zu retten.

Die Konzentration auf Seiten der Zürcher war auch im vierten Satz nicht besser als am Ende des dritten Satzes. So gerieten die Deutschschweizer schnell in Rücklage und sie wirkten zunehmend verunsichert und ratlos. Die Lausanner ihrerseits nutzen die Verunsicherung gnadenlos aus und bauten vor allem mit guter Service- und Blockarbeit ihren Vorsprung konstant aus. Das Verdikt war mit 25:10 mehr als klar.

Nach dieser Niederlage rutschten die Zürcher auf den 5. Platz der Playoff-Gruppe ab. Nun gilt es im nächsten Heimspiel gegen Lutry-Lavaux diesen Fall zu stoppen und wieder für Zuwachs auf dem Punktekonto zu sorgen.

Telegramm:
Lausanne UC II – VBC Züri Unterland 3:1 (25:22, 25:23, 22:25, 25:15), Centre Sportif UNIL SOS II, 60 Zuschauer, – SR: Loretan, Stanisic. – Züri Unterland: Cao Herrera, Spahr, Schlatter, Bigger, Navarro Alderete, Gahr. – Libero: Back. – Auswechslungen: Sommer, Fotsch.

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