Montag, 13. März 2017, 10.52 Uhr

Wieder einmal ein Sieg

Nach 3 Niederlagen in Serie fanden die NLB-Herren des VBC Züri Unterland am Samstag in der heimischen Ruebisbachhalle gegen Lutry-Lavaux wieder auf die Siegesstrasse zurück.

Nach dem Spiel gegen Lausanne am letzten Wochenende war die Stimmung bei den Zürchern ziemlich geknickt. Doch vor dem Spiel gegen Lutry-Lavaux gab es Grund zur Hoffnung: Passeur Perler und Captain Raphael Licka waren wieder dabei. Dafür fehlten Spahr, der sich am Donnerstag im Training verletzt hat, und Back.

Die Zürcher wussten noch vom Hinspiel, dass sie beim Gegner vor allem die Mittelblocker, sowie den Diagonalangreifer Vadeleux unter Kontrolle bringen müssen. Dies wollten die Zürcher mit starken Services erreichen. Zu Beginn war das Spiel recht ausgeglichen. Kein Team konnte davonziehen. Mitte des Satzes gelang es dem Heimteam mit einer Serie taktisch kluger Services die Möglichkeiten der Westschweizer im Angriff soweit einzuschränken, dass es den Deutschschweizer einfach machte einen starken Block zu stellen. Das so herausgespielte Polster hielt bis zum Schluss.

Den Schwung aus dem ersten Satz nahmen die Zürcher auch in den zweiten Satz mit und dominierten den Gegner klar. Sie liefen nie in Gefahr diesen Satz noch aus der Hand zu geben. Zu stark und abgeklärt spielten die Zürcher auf. Niemand in der Halle glaubte nach diesem Satz wohl noch daran, dass sich hier noch ein langes Spiel geben könnte. Wahrscheinlich glaubten auch die Zürcher Spieler nicht an eine mögliche Wende und so liess ihre Konzentration ein wenig nach. Dies nutzten die Westschweizer gnadenlos aus und erspielten sich einen Vorsprung. Plötzlich klappte bei den Gästen mehr als beim Heimteam und der dritte Satz ging klar an die Gäste.

Die Zürcher bewiesen im vierten Satz wie so häufig, dass sie die Konzentration wie auf Knopfdruck erhöhen können. Mit dem variablem Spiel, das der Rückkehrer Perler am Pass aufzog, und der Sicherheit, die Captain Licka vor allem in der Defensive zurück ins Team brachte, erspielten sich die Zürcher zu Beginn des Satzes einen 6 Punkte Vorsprung. Dieser verkleinerte sich gegen Ende ein bisschen, doch alle glaubten fest daran, dass sich die Zürcher 2 Matchbälle beim Stand von 24:22 nicht nehmen lassen. Doch es kam anders. Eine Serie an individuellen Fehlern und nicht konsequentem Spiel ermöglichte den Westschweizern vier Punkte in Serie und somit den Satzausgleich.
So musste wie schon beim Hinspiel ein Tiebreak über den Sieg entscheiden. Auch da starteten die Zürcher gut, wie schon im vierten Satz. Der Vorsprung konnte aber dieses Mal gehalten werden und so ging das Spiel in der Ruebisbach mit dem gleichen Resultat zu Ende wie schon das Hinspiel in der Genferseeregion: 3:2-Sieg für Zürich Unterland nach einem 2:0-Satzvorsprung des Heimteams.

Bigger meinte nach dem Spiel: „Schade hat es heute nicht für 3 Punkte gereicht. Da sind wir aber selber schuld. Einen solchen Vorsprung im vierten Satz dürfen wir niemals verspielen.“ In der Tabelle liegen die Zürcher auf dem vierten Platz. Am nächsten Samstag kommt es zum Kräftemessen mit dem souveränen Leader aus Bern. Liegt gegen die Berner ein Sieg drin? Die Zürcher sind auf alle Fälle hochmotiviert dem noch ungeschlagenen, designierten NLB-Meister die erste Saisonniederlage zuzuführen.

Telegramm:
VBC Züri Unterland – Lutry-Lavaux Volleyball I 3:2 (25:20, 25:20, 17:25, 24:26, 15:9), Sporthalle Ruebisbach, 40 Zuschauer, – SR: Belser, Häderli. – Züri Unterland: Perler, Licka, Schlatter, Bigger, Navarro Alderete, Gahr. – Libero: Fotsch. – Auswechslungen: Sommer.

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