Montag, 03. April 2017, 07.30 Uhr

Wir sind am Final Four!

Die U23-Juniorinnen qualifizieren sich erfolgreich für die Schweizer Meister Endrunde in Neuchâtel.

Am zweiten Turniertag der U23-Schweizermeisterschaften in Genf gewinnt das Team des VBCZU zwei seiner drei Gruppenspiele und qualifiziert sich schliesslich im Kreuzvergleich gegen Neuchâtel für das Final Four.

Noch früher als beim letzten Mal, nämlich pünktlich um 05.00Uhr am Sonntagmorgen, starteten Mannschaft und Betreuer ihre Reise ins entfernte Genf. Dank des Komforts des Volero-Cars konnten die verpassten Stunden Schlaf auf dem Weg aufgeholt werden und bis zur Ankunft am Turnierort waren dann auch alle Spielerinnen frisch und ausgeruht.

In der Gruppe mit Volley Franches-Montagnes, TSV Jona Volleyball und Volley Top Luzern standen drei bisher unbekannte Gegner bevor. Das erste Spiel um 10.00Uhr gegen Volley Franches-Montagnes war bereits ein entscheidendes. Doch die Unterländerinnen zeigten keinerlei Nervosität und bekamen ihren Gegner schnell in den Griff, dabei war die Spielfreude gross und jeder Ball wurde euphorisch bejubelt. Diagonalspielerin Julie Lengweiler wurde vermehrt angespielt und verwertete ihre Bälle souverän. Relativ ungefährdet konnten die Zürcherinnen dadurch ihr erstes Spiel mit 25:16 und 25:19 für sich entscheiden.

Nach einer längeren Pause und einer guten Mittagsverpflegung stand das grösste Hindernis aus der Gruppe an, denn das Spiel gegen Volley Top Luzern würde wohl über den Gruppensieg entscheiden. Luzern hatte sich am ersten Turniertag direkt für die zweite Runde Qualifiziert. Der erste Satz begann ausgeglichen, die Unterländerinnen konnten immer wieder Punkte gutschreiben und zeigten keine Angst vor dem Gegner. Doch in der Satzmitte hatten sie plötzlich Mühe mit den Annahmen, dazu kamen vermehrt Eigenfehler und so konnte Luzern zum Gewinn des ersten Satzes mit 25:15 davonziehen. Doch die Unterländerinnen wollten sich nicht so schnell geschlagen geben. Im zweiten Satz war die Motivation ungebrochen und so konnten die Luzernerinnen von Beginn weg unter Druck gesetzt werden. Die Annahme um Libera Alina Chicherio zeigte sich stabil wodurch Passeuse Eliane Häring die Gegnerinnen mit geschickter Ballverteilung ausspielen konnte. Als sich dann beim Gegner die Eigenfehler zu häufen begannen war den Unterländerinnen dieser Satzgewinn nicht mehr zu nehmen. Mit 25:22 holten sie sich den Satzausgleich. Der Entscheidungssatz begann, wie die beiden zuvor, recht ausgeglichen. Erst gegen Satzmitte drehte der Gegner wieder auf und konnte so einige Punkte davonziehen. Auch mit grossem Einsatz konnte der VBCZU diesen Rückstand schliesslich nicht mehr einholen und musste sich im Tie-Break mit 11:15 geschlagen geben. Die Enttäuschung war gross, doch es blieb keine Zeit um Trübsal zu blasen. Direkt im Anschluss stand nämlich das letzte Gruppenspiel gegen den TSV Jona Volleyball an. Unterland-Coach Schmidli nahm einige Umstellungen in der Aufstellung vor. Die Mannschaft zeigte ihre Anpassungsfähigkeit und gewann dieses Spiel diskussionslos mit 25:21 und 25:13.

Mit dem zweiten Platz in der Gruppe konnte sich der VBC züri unterland sein Ticket für die Final Four im Kreuzvergleich gegen den Neuchâtel UC sichern. Doch mit Neuchâtel stand ein weiterer Nationalliga A Club und somit ein harter Gegner bevor. Die Unterländerinnen konnten von Beginn weg Druck auf die Gegnerinnen ausüben. Die Annahme war stabil und auch in der Defense gelangen einige spektakuläre Rettungsaktionen. Aussenangreiferin Nadine Mattmann lief zur Höchstform auf und verwertete praktisch jeden Angriffsball direkt. Schnell konnte so ein Vorsprung herausgespielt werden, der bis zum Satzende sogar noch ausgebaut wurde. Die Unterländerinnen gewannen den ersten Satz mit 25:18. NUC schien nun demoralisiert in den zweiten Satz zu starten. Wiederum konnten sie den Angriffen des VBCZU nicht standhalten und gerieten schnell in Rückstand. Die Defense der Zürcherinnen stand weiterhin stabil und kämpfte mit allen Mitteln um jeden Ball. Der Einsatz zahlte sich aus, schon bald lagen sie mit 22:13 vorne. Doch dann schien die Nervosität aufzukommen, man schenkte den Gegnerinnen einige Punkte und liess sie auf 22:16 herankommen. Head-Coach Koutsogiannakis forderte sein erstes Time-Out in diesem Satz ein und sprach seinen Spielerinnen noch einmal Mut zu: « Habt jetzt keine Angst vor dem Gewinnen, ihr habt euch diese Qualifikation hart verdient und jetzt könnt ihr sie euch holen!». Mit neu angefachter Motivation kehrten die Unterländerinnen zurück aufs Feld. Zwar mussten sie schliesslich noch zwei Punkte abgeben, doch schliesslich holten sie sich den Satz mit 25:18.

Die Freude war gross, denn der zu Beginn als Underdog abgestempelte VBC züri unterland konnte sich dank einer genialen Teamleistung für das Turnier der besten vier Mannschaften der Schweiz qualifizieren. Am 29./30. April geht es in Neuchâtel also darum, den Schweizermeistertitel zu holen!

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