Montag, 01. Mai 2017, 07.30 Uhr

Vierter Platz am Final Four

Starker Auftritt gegen den späteren Champion Aesch-Pfeffingen!

Das U23-Juniorinnenteam des VBCZU verliert am Final-Four seine beiden Partien gegen Sm’Aesch Pfeffingen und Volley Top Luzern und beendet das Turnier damit auf dem etwas undankbaren vierten Platz.

Für die letzte Station der diesjährigen U23 Saison reisten die Unterländer Juniorinnen ins verhältnismässig «nahe» gelegene Neuchâtel. Obwohl die eigene Halbfinal-Partie erst auf 19.15 Uhr angesetzt war, musste die Mannschaft schon zur Eröffnungsfeier um 10.30 Uhr am Veranstaltungsort anwesend sein. Die Reise konnte erneut, wie schon an den vergangenen Qualifikationstagen, komfortabel mit dem grossen Volero Bus angetreten werden. Nach der Eröffnungsfeier mit allen teilnehmenden Mannschaften zwischen U15 und U23 machten sich die Zürcherinnen auf den Weg zur Trainingshalle, um die lange Pause bis zu ihrem Spiel mit einer optimalen Vorbereitung überbrücken zu können. Im Anschluss an das Training standen dann das Mittagessen und der Bezug der Hotelzimmer mit Sicht auf den See an. Nach einiger Ruhezeit traf sich das Team am See, um vor einzigartiger Kulisse den Puls mit einem leichten Footing hochzutreiben. Bei einem nahrhaften Snack wurden anschliessend die letzten Details besprochen und die Motivation der Spielerinnen angefacht. Mit Sm’Aesch Pfäffingen stand ein aus dem ersten Qualiturnier bekannter Gegner bevor. Mit einigen Nationalliga A Spielerinnen im Kader war Aesch in der Favoritenrolle, doch der VBCZU lässt sich davon bekannterweise nicht einschüchtern.

Pünktlich um 19:15 Uhr startete das Halbfinale in der Riveraine. Die Unterländerinnen konnten von Beginn weg mit den Gegnerinnen mithalten und sie gehörig unter Druck setzen. Am Service wurde viel Risiko genommen, was das Side-out Spiel der Baslerinnen erschwerte. Eigenfehler gab es kaum und so mussten die Unterländerinnen erst gegen Satzende durch aufgrund einer kurzen Schwächephase in der Annahme die Gegnerinnen davonziehen lassen. Der Startsatz ging somit mit 20:25 verloren.

Doch noch war die Hoffnung gross. Wie bereits im ersten Satz starteten die Unterländerinnen unerschrocken und angriffig. Mittelblockerin Gabi Schottroff zeigte ihr Können und stellte mit ihrem Block viele Male ein unüberwindbares Hindernis dar. Auch die Annahme um die als Libera eingesprungene Sarah Bolter funktionierte gut, was zu vielen verwerteten Angriffen führte. Schlussendlich behielten die Unterländerinnen auch in der Schlussphase die Überhand und konnten mit einem 25:23 in den Sätzen zum 1:1 ausgleichen.

Im dritten Satz ersetzte Chabeli Hasler Captain Diana Steffen, die aufgrund von Schulterschmerzen die Mannschaft nun von aussen zu unterstützen versuchte. In der Annahme übernahm somit Nadine Mattmann die Verantwortung für einen grossen Teil des Feldes. Doch die Pfeffingerinnen schienen sich gefasst zu haben und drehten nun wieder auf. Anders als in den vorausgegangenen Sätzen blieben viele Zürcher Angriffe im Block hängen. Das kämpferische Spiel erforderte zudem viel Kraft, weshalb es nun vermehrt zu Eigenfehlern kam. Pfeffingen spielte durchwegs auf gewohnt hohem Niveau und setzten sich in Satz 3 klar mit 15:25 durch. Nachdem dieser Satz verloren ging, startete auch der letzte Umgang in gleichem Stil. Die Hoffnung der Zürcherinnen, doch noch die Überraschung zu schaffen schien gedrückt und so konnten sie auch diesen Satz, trotz letztem aufbäumen in der Schlussphase, nicht mehr gewinnen. Mit 18:25 mussten sie den Gegnerinnen den Platz im Finale gegen das Team aus Genf überlassen.

Nach einem späten Nachtessen und einer erholsamen Nacht ging es am nächsten Morgen dennoch motiviert zum Frühstück. Das Ziel lautete nun: Bronzemedaille. Mit Volley Top Luzern stand wiederum ein bekannter Gegner gegenüber, denn am zweiten Turniertag in Genf verloren die Unterländerinnen gegen dieses Team und mussten sich somit im Kreuzvergleich das Finalticket sichern. Es galt also Revanche zu nehmen für diese frühere Niederlage.

Am späteren Nachmittag startete dieses kleine Finale in der Salle de la Maladière. Doch schon im ersten Satz wurde klar, dass die Unterländerinnen bei weitem nicht auf ihrem eigentlichen Niveau spielten. Nervöse Aktionen und vermeidbare Eigenfehler liessen sie schnell in Rückstand geraten. Die Annahmeleistung war gelinde gesagt eine Katastrophe. Es entstand schnell ein Rückstand, der über die Satzdauer nicht eingeholt werden konnte. Trotz einiger spektakulärer Rettungsversuche musste dieser Satz schmerzhaft mit 14:25 abgegeben werden.
Auf den zweiten Satz hin versuchte Headcoach Koutsogiannakis den Kampfgeist der Mannschaft noch einmal anzufachen. Der Start gelang dann auch relativ gut, durch gute Annahmen konnte Diagonalspielerin Julie Lengweiler wieder wie am Tag zuvor im Angriff punkten und auch die Mittespielerinnen konnten wieder vermehrt eingesetzt werden. Allerdings fehlte immer noch die Konstanz und so ging auch dieser Satz, diesmal mit 18:25, an die Luzernerinnen.

Im dritten Satz gab es nun nichts mehr zu verlieren. Die Unterländerinnen gaben noch einmal alles und behielten bis zum Schluss die Hoffnung auf eine Wende in diesem frustrierenden Spiel. Doch aller Einsatz zahlte sich nicht aus und so ging auch dieser dritte Satz, und somit die Bronzemedaille, mit 22:25 an die Gegnerinnen.

Noch immer etwas niedergeschlagen, angesichts des Umstandes, dass deutlich mehr möglich gewesen wäre, erhielten die Unterländerinnen an der Rangverkündigung eine Trost-Medaille aus Schokolade und machten sich anschliessend auf den Nachhauseweg. Trotz dem unglücklichen Ausgang an diesem entscheidenden Turnier ist die Mannschaft stolz auf ihre Leistung, sich als anfänglicher Underdog unter den besten vier Mannschaften der Schweiz platzieren zu können. Durch ihr Auftreten als Team und den grossartigen Kampfgeist hat sie sich diesen Platz verdient und ist nun bereit, im kommenden Jahr alles zu geben um beim nächsten Mal eine Medaille zu holen.

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