Donnerstag, 01. Juni 2017, 11.41 Uhr

Neue Gesichter in der Beachtown

Sébastien Chevallier (links) spielt wie schon 2014 mit Alexei Strasser zusammen – und neu für ZuZu-Beach. Bild: Keystone

Bericht von Peter Weiss im Zürcher Unterländer vom 10. Mai 2017

Sébastien Chevallier und Alexei Strasser gehen von Position 6 der Setzliste aus in das Turnier unmittelbar am Ufer des Genfersees. Der 29-jährige Chevallier gibt in seiner Heimat nach einem Jahr Beachvolleyballpause sein Comeback. Der zweimalige Schweizer Elite-Meister und Olympianeunte von London 2012 tut dies mit einem Partner, mit dem er 2014 noch als Nationalspieler am nationalen Leistungszentrum in Bern trainiert und internationale Turniere bestritten hatte – und tritt an der Rotonde du Mont-Blanc erstmals für ZuZu-Beach an. Thomas Schatzmann, der gemeinsam mit Tim Gelmi derzeit bis zur baldigen GV des Vereins noch kommissarisch die Beachvolleyball-Abteilung des VBC Züri Unterland leitet, verrät: «Sébastien ist nach Winterthur gezogen und hat sich nun wieder mit Alexei zusammengetan, der in Zürich wohnt und arbeitet – da war ein Wechsel zu ZuZu-Beach naheliegend.»Als das wiedervereinigte Duo gemeinsam mit der bisherigen ZuZu-Beach-Spitzenformation Fabio Berta / Luca Müller angefragt habe, ob noch ein Platz in der Klotener Beachtown, der Heimat von ZuZu-Beach, frei sei, habe er sie sehr gerne aufgenommen. Schatzmann: «Cool, dass die vier dabei sind, dadurch haben wir wieder eine sehr gute Gruppe mit zwei starken Männerteams, die einander im Training gegenseitig pushen können.» Der Neuzuzug von Chevallier/Strasser dürfte denn auch das 2016 neu formierte Duo Berta/Müller zusätzlich beflügeln.

Neuer Trainer in Kloten

Beide Duos trainieren teilweise selbstständig – und teilweise unter einem prominenten neuen Coach. Marc Gerson, der in der Vergangenheit unter anderem als Trainer des Schweizer Männer-Nationalteams tätig war und zuletzt auch im Berner Beachcenter verschiedene Nationalspieler betreute, kommt einmal pro Woche nach Kloten. Auch dank ihm könnten sowohl Sébastien Chevallier / Alexei Strasser als auch Fabio Berta / Luca Müller an den A1-Turnieren um den Sieg spielen. «Unsere Teams spielen ohne Druck und können auf ihr Können und ihre Erfahrung bauen – mindestens der Halbfinal liegt für sie darum immer drin», schätzt Schatzmann. Wie recht er damit hat, bewies zuletzt Fabio Berta, der zum Auftakt der A1-Tour Anfang April im Zürcher Hauptbahnhof an der Seite des Spontanpartners Yves Haussener den Turniersieg davontrug.

In Genf tritt Berta nun wieder mit seinem Stammpartner an, der unlängst noch mit Luzern in der Hallen-NLA im Einsatz stand. Im Gegensatz zu Chevallier/Strasser müssen Berta/Müller auf der Rotonde du Mont-Blanc die Qualifikation bestreiten. Hinter den beiden Topteams werden die jüngeren Duos Raphael Licka / Marcel Spahr sowie Remo Spahr / Yannick Sommer versuchen, an Turnieren der dritthöchsten nationalen Serie A3 Punkte zu sammeln.

Frauen im Neuaufbau

Bei den Frauen, die unter Chefcoach Kurt Brunner und Florian Heidrich trainieren, gehen Anja Licka und Fabienne Geiger als ZuZu-Beach-Duo Nummer 1 in die Saison. In Genf stehen beide auch dank des Fehlens aller drei Nationalteamduos direkt im Achter-Hauptfeld. «Sie haben letztes Jahr am Ende ihrer ersten gemeinsamen Saison sehr stabil zusammengespielt», sagt Florian Heidrich, «für sie geht es jetzt darum, sich auf der A1-Tour zu etablieren und weitere Schritte nach vorne zu schaffen.»

In der Qualifikation zum Genfer Turnier versucht eine weitere ZuZu-Beacherin, den Sprung ins Haupttableau zu schaffen: Leonie Güttinger, die dort an der Seite von Leslie Betz antritt und während der Saison abermals mit verschiedenen Partnerinnen zusammenspannen wird.

Die ehemalige Nationalspielerin Marlen Brunner muss dagegen in dieser Saison pausieren, da sie nach einer Schulteroperation im Vorjahr noch immer rekonvaleszent ist. Und Sarah Leemann, Brunners Mitspielerin der vergangenen Saison, hat mit dem Leistungssport zumindest vorläufig aufgehört. So befindet sich der ZuZu-Beach-Frauenbereich heuer im Neuaufbau.

Unter den talentierten jungen Kräften sticht ein Duo hervor: Céline Baumann und Mara Betschart, die im Vorjahr in der Altersstufe U17 ihren ersten Schweizer-Meister-Titel gewannen und auch auf internationalem Sand für Furore sorgen möchten.

Sponsoren