Montag, 16. Oktober 2017, 09.05 Uhr

Unglückliche Niederlage zum Saisonstart

Es wurde um jeden Ball gekämpft, doch letztendlich siegte die Erfahrung.

Das Damen 1 des VBC züri unterland unterliegt zuhause in einem kämpferischen ersten Spiel in der NLB dem neu formierten Volley Luzern mit 1:3.

Mit Spannung, ein wenig Nervosität aber voller Erwartungen sahen die Aufsteigerinnen ihrem ersten Saisonspiel in der zweithöchsten Schweizer Spielklasse entgegen. Die vielen Ab- und Neuzugänge mischten über den Sommer hinweg das Team ziemlich durcheinander. Nichtsdestotrotz meint Passeuse Eliane Häring, die diesen Samstag als jüngste in der NLB debütierte: «Die Harmonie in der Mannschaft stimmt, und dies sowohl auf, als auch neben dem Platz.» Eine Tatsache die sich während dem Spiel, das die junge Equipe noch ohne drei ihrer erfahrensten Spielerinnen bestreiten musste, immer wieder beobachten liess.

Mit grosser Motivation starteten die Unterländerinnen in diese erste Begegnung, und konnten schon zu Beginn mit einigen Punkten davonziehen. Doch in diesem ersten, so wie auch im zweiten Satz, wussten sie diese Position nicht konstant zu halten und mussten gegen Satzmitte schon einen kleinen Rückstand verbuchen. Trotz einiger Auszeiten und ermahnender Worte von Headcoach Koutsogiannakis konnten die Spielerinnen ihre vielen Eigenfehler nicht verhindern und mussten die ersten beiden Sätze mit 21:25, respektive 22:25, abgeben. «Wir hatten zu Beginn des Matches ziemlich Mühe, leisteten uns zu viele unerzwungene Eigenfehler und konnten so nie unser gesamtes Potential zeigen» kritisiert Häring, «doch im dritten Satz gelang uns dann endlich eine Leistungssteigerung.»

Besagter dritter Satz schien jedoch zu Beginn nach dem gleichen Schema abzulaufen, wie es die beiden vorhergehenden taten. Aber anstatt ständig einem Rückstand nachzurennen, konnten die Zürcherinnen den Spiess umdrehen und die Gäste durch eine gute Blockarbeit und solide Verteidigungsleistungen zu vielen Eigenfehlern zwingen. Als es zum Satzende noch einmal richtig knapp wurde, behielt die Mannschaft um Interims-Captain Diana Steffen einen kühlen Kopf und verwandelte jeden Angriff souverän. Endlich ging damit der erste Satzgewinn der Saison mit 26:24 ins Zürcher Unterland.

Trotz der neu gewonnenen Motivation spielte sich der vierte Satz wieder nach dem Vorbild der ersten zwei ab. Auch eine Serie spektakulärer Verteidigungsaktionen von Mattmann und Chicherio gegen Satzende konnten den Rückstand nicht wiedergutmachen und deshalb ging der letzte Satz mit 23:25, und somit das Spiel mit 1:3, an die Gäste aus Luzern.

Auch nach dieser schmerzhaften Startniederlage zeigen sich die Unterländerinnen zuversichtlich. Die Harmonie stimmt, der Kampfgeist ist gross und auch die spielerischen Leistungen überzeugen. Vor allem im Angriff über die Aussenposition und in der Annahme zeigte sich die Mannschaft auf konstant gutem Niveau. «Wenn wir weiterhin so hart trainieren und über das gesamte Spiel zeigen, was wir können, dann werden wir in der NLB gut bestehen können» schliesst Häring ihr Fazit zum Startspiel. Die gezeigte Leistung macht Lust auf mehr, und nach einer weiteren Trainingswoche werden es die Unterländerinnen am Samstag in der heimischen Ruebisbachhalle mit dem letztjährigen Aufsteiger Wolf Haus Giubiasco Volley aufnehmen.

Telegramm:
VBC züri unterland – Volley Luzern 1:3 (21:25, 22:25, 26:24, 23:25). Ruebisbachhalle – 100 Zuschauer. – SR: Krättli Martin, Siegrist Christoph. – Züri Unterland: Häring; Frangi, Bisang, Widmer, Steffen, Hinneburg. – Libera: Chicherio. – Einwechslungen: Mattmann, Bolter, Merkofer

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