Montag, 06. November 2017, 18.25 Uhr

Laufen lernen

Das Damen 1 muss sich noch etwas strecken, dann reicht es auch zum ersten Sieg!

Nach der Niederlage letzter Woche am Auswärtsspiel gegen den Volley Toggenburg, stand für das Damen 1 des VBC Züri Unterland ein Doppelwochenende auf dem Plan, welches mit grosser Motivation herbeigesehnt wurde. Am Samstag erwarteten sie das Damen 1 des VBC Steinhausen in der Ruebisbachhalle (1:3) und am Sonntag reisten die Spielerinnen und Coaches nach Aadorf (3:1).

Gegen die Innerschweizerinnen starteten die Unterländerinnen mit Schmid, Fessler, Besson, Widmer, Steffen, Hinneburg und Chicherio als Libera. Nach einem nervösen Start tat sich das Damen 1 in der Annahme schwer und kassierte eine Serviceserie von der gegnerischen Aussenangreiferin Radulovic. Trotz mehreren Veränderungen der Spielerkonstellation, sowie Liberawechseln, gelang es ihnen nicht, in das Spiel zu finden und so mussten sie sich im ersten Satz bitter mit 14:25 geschlagen geben. Das liess das Damen 1 nicht auf sich sitzen und drehte im zweiten Satz auf, so dass sie diesen sicher ins Trockene bringen konnten. In der Folge konnte leider nicht an den stabilen Spielaufbau angeknüpft werden, zu viele Eigenfehler sowie Unkonzentriertheiten ermöglichten es dem Gastteam, davonzuziehen. Zwar gelang es den Unterländerinnen, einen 8-Punkte Rückstand auf drei Punkte zu verkürzen, doch die Unsauberkeiten des Anfangs kosteten ihnen schlussendlich den Kragen. Die Luft schien draussen zu sein, somit ging auch das Spiel 1:3 an den VBC Steinhausen.

Assistenztrainer Häring meinte in der Garderobe zur Niederlage: «Wir dürfen nur nicht den Mut verlieren.» Er warf die Frage in die Runde: «Wieso habt ihr alle gelernt zu laufen?», was auf viele verwirrte Blicke stiess, «weil ihr jedes Mal, nachdem ihr hingefallen seid, wieder aufgestanden seid und es wieder und wieder probiert habt!»

Mit diesem Leitfaden rappelten sich die Unterländerinnen auf und traten mit neu getankter Motivation in der Sporthalle Löhracker gegen den VBC Aadorf an. Diesmal starteten sie mit Häring auf Pass, Mattmann und Steffen auf der Aussenposition, Besson und Hinneburg auf der Mitte, Widmer auf der Diagonalposition und Chicherio als Libera. Doch das gleiche Problem wie am Vortag trat auf und das Damen 1 verschlief den Start, haderte mit Unsauberkeiten und verlor somit den ersten Satz. Genau wie am Vortag zogen sie aber ihre Köpfe nicht ein und konnten in einem spannenden Satz mit guten Block- sowieso Angriffs und Defenseaktionen 22:25 gewinnen. Im nächsten Satz war es ein Kopf an Kopf-Rennen, bis 18:18 waren die beiden Teams gleichauf. Leider konnten die Unterländerinnen die Leistung nicht konstant durchziehen, wobei auch nach Libera- und anderen diversen Wechseln der Satz verloren ging. Mit weiteren Doppelwechseln probierte der Headcoach Koutsogiannakis im dritten Satz die Dynamik aufrecht zu erhalten, wobei aber nicht an die Leistungen vom zweiten Satz angeknüpft werden konnte. Somit gingen der dritte sowie der vierte Satz leider verloren und die Unterländerinnen gingen mit einer weiteren 3:1 Niederlage vom Platz.

Nun heisst es den Off-Day am Montag nutzen um die Batterien wieder aufzuladen, den Kopf zu lüften und mit neuer Energie am Dienstag in der Ruebisbach in Training zu starten. Den Kopf hängen zu lassen ist keine Option, denn der Gegner VBC Glaronia wird am kommenden Samstag um 13:30 in der Ruebisbachhalle erwartet. Das bedeutet in der Zwischenzeit bis zum nächsten Spiel, laufen zu lernen.

Telegramm:
VBC züri Unterland – VBC Steinhausen 1:3 (14:25, 25:16, 22:25, 13:25). Ruebisbach. – 100 Zuschauer. – SR: S. Signer, J. Bastante – Züri Unterland: Schmid; Fessler, Besson, Widmer, Steffen, Hinneburg. – Libera: Chicherio, - Einwechslungen: Mattmann, Bolter, Merkofer, Häring.

VBC Aadorf – VBC züri Unterland 3:1 (25:14, 22:25, 25:18, 25:16). Löhracker. – 150 Zuschauer. – SR: S. Cejka, P.Häderli. – Züri Unterland: Häring; Mattmann, Besson, Widmer, Steffen, Hinneburg. – Libera: Chicherio, - Einwechslungen: Fessler, Bolter, Merkofer, Schmid, Bisang.

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