Dienstag, 09. Januar 2018, 05.40 Uhr

Knappe Niederlage im ersten Spiel 2018

Luc Häring bei einem Kurzpass auf David Schlatter

«So viele Emotionen habe ich schon lange nicht mehr in einem Spiel gesehen», war der Kommentar nach dem Spiel von Philipp Häring, dem Sportmanager von Züri Unterland. Die Zürcher die im Jahr 2017 ab und zu noch lust- und emotionslos spielten, konnten die Jahrespause nutzen um wieder mehr Freude am Volleyball zu gewinnen. Die Spiellust war dem Heimteam von Anfang anzusehen.

Coach Mahmoud Dorah stellte im ersten Satz Luc Häring auf der Passposition auf, da Fabian Perler nach seiner Abwesenheit noch nicht hundertprozentig auf seinem gewohnten Level war. Häring machte seinen Job sehr gut. Leider machten die Zürcher zu viele Fehler und ermöglichten so den Aargauern einen Vorsprung, der schlussendlich zum Satzgewinn reichte.

Danach brachte Dorah Perler, dem die Motivation von Weitem anzusehen war. Schon nach kurzer Zeit im zweiten Satz entluden sich die Emotionen und Perler kassierte fürs Reklamieren nach einem Fehlentschied die rote Karte. Diese Emotionen weckten die Zürcher und sie spielten mit viel mehr Feuer. Auch Navarro Alderete auf der Diagonalposition zeigte ein gutes Spiel und wurde von Perler oft mustergültig lanciert. Der erspielte Vorsprung in der Mitte des Satzes schmolz gegen Ende wieder ein wenig, aber es reichte trotzdem den Vorsprung über die Zeit zu retten.

Die Annahme und das Side-Out-Spiel, oft in dieser Saison ein Sorgenkind der Zürcher, funktionierte bis zu diesem Zeitpunkt ausgezeichnet. Mit der starken Annahme zusammen mit den druckvollen Aufschlägen der Zücher, bei denen an diesem Samstag vor allem Captain Bigger sehr stark aufschlug, hatte das Heimteam den Gegner zu diesem Zeitpunkt völlig im Griff. Zudem gaben die Zürcher keinen Ball verloren und retteten einige unglaubliche Bälle, was jeweils für Raunen und Applaus im Publikum sorgte. So war es kein Wunder, dass sich die Zürcher im dritten Satz mit deutlichem Abstand 25:17 durchsetzten.

Leider ging den Zürchern danach langsam aber sicher die Kraft und die Puste aus. Die Abnahme der Präzision in der Annahme und der Volleyballtrainings-Rückstand von Perler führten dazu, dass die Zürcher nicht mehr das gleich druckvolle Spiel aufziehen konnten wie noch in den Sätzen davor. So wurde es in diesem Satz richtig eng und die Laufenburger setzten sich schlussendlich mit 25:22 durch.
Im Entscheidungssatz reichte auch ein Zusammenraffen und Bündeln der Kräfte nicht, um den Aargauern nochmals gefährlich zu werden. Sie zogen davon und entschieden das Tie-Break klar für sich (15:8).

Dennoch war bei diesem Spiel ein viel stärkeres Unterländer Team zu sehen als oft in dieser Saison. Es ist zu hoffen, dass die Zürcher diese Freude auch in den nächsten Spielen im neuen Jahr mitnehmen können.

Telegramm
VBC Züri Unterland – Volley Smash 05 Laufenburg-Kaisten 3:1 (19:25, 25:21, 25:17, 8:15) Sporthalle Ruebisbach, 20 Zuschauer, – SR: Häderli, Nguyen. – Züri Unterland: Häring, Back, Spahr, Schlatter, Bigger, Brander. – Libero: Fotsch. – Einwechslungen: Perler, Navarro Alderete, Wachter.

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