Montag, 19. März 2018, 22.07 Uhr

Zuzu goes Final Four!

Früh am Sonntag Morgen machten sich die Unterländer mit dem Zug auf den Weg nach Bern, um dort gegen den VBC Fribourg, SAG Gordola und den VBC Aadorf um einen Platz am Final Four zu kämpfen. Da der Grossteil der Mannschaft auch Teil des NLB Teams ist, wollte man das gute Gefühl aus dem Sieg vom Samstag mitnehmen in dieses Turnier.

Doch der Start gegen Fribourg verlief alles andere als erfreulich. Die Zürcherinnen spielten mit wenig Freude, Kopf und Feuer und lagen so sehr schnell bedrohlich viele Punkte hinten. Obwohl zum Ende des ersten Satzes noch einmal aufgedreht werden konnte, hatte man den Fribourgerinnen bereits zu viel Vorsprung gelassen. Auch im zweiten Satz folgte keine Reaktion und so ging das erste Spiel dieses Turniertages diskussionslos verloren. Nachdem den Spielerinnen danach der Kopf in der Garderobe gehörig gewaschen wurde waren alle umso motivierter, die kommenden Spiele als Einheit zu bestreiten und Leidenschaft fürs Volleyball zu zeigen. Da Gabi Schottroff die Mannschaft leider in Richtung NLA Spiel verlassen musste, wurde Aussenangreiferin Jill Frangi kurzerhand zur Mittelblockerin umfunktioniert und Libera Rebekka Merkofer als Joker ins normale Dress gesteckt.

Mit SAG Gordola sah man sich dann einem Gegner gegenüber, der von seinem Kampfgeist lebte. So lautete die Devise, die Tessinerinnen gar nicht erst ins Spiel kommen zu lassen. Dies gelang den Unterländerinnen auch sehr eindrücklich. Mit viel Freude und cleveren Spielzügen konnten die zwei Sätze gewonnen werden. Da Gordola auch seine anderen beiden Partien verloren hatte, ging es im letzten Gruppenspiel gegen Aadorf schliesslich um Platz zwei und drei in der Gruppe. Die Unterländerinnen starteten gut in diese Partie. Durch starke Service konnten sie die Aadorfer Annahme unter Druck setzen und so die Mittelangreifer ausser Gefecht setzen. Auf der eigenen Seite war die Annahme dagegen sehr stabil und ermöglichte es Passeuse Eliane Häring variantenreich aufzuspielen. Durch clevere Anpassungen Spielsystem durch Headcoach Koutsogiannakis konnten alle Spielerinnen trotz ungewohnter Positionen optimal eingesetzt werden. Nachdem der erste Satz gewonnen werden konnte, bekundeten die Unterländerinnen im zweiten allerdings einige Probleme. Dennoch blieb die Motivation hoch und nachdem dieser Satz zwar verloren ging, konnten sie im dritten Satz erneut aufdrehen und den Sieg nach Hause fahren.

Der Qualifikation für das Final Four stand damit nur noch der Kreuzvergleich bevor, in dem man auf einen bekannten Gegner vom ersten Turniertag traf. Der VBC Kanti Baden hatte aufgrund der Absage von Sm‘Aesch Pfeffingen ein Spiel weniger in den Beinen und schien vor Spielbeginn frischer als die müde wirkenden Unterländerinnen. Doch sobald der Anpfiff ertönte mobilisierten die Zürcherinnen ihre letzten Kraftreserven. In der Defense und im Soutien arbeiteten sie präzise, im Angriff wurde der Schlachtplan konsequent umgesetzt und schnell war man mehrere Punkte voraus. Bis zum Satzende liessen die Unterländerinnen die Gegnerinnen nicht mehr an sich herankommen und holten sich schliesslich den Satzgewinn. Auch der zweite Satz begann wie der erste mit einem Vorsprung der Zürcherinnen. Doch als sich in Satzmitte ein 13:7 Vorsprung in einen 13:14 Rückstand verwandelte hätte man dann doch etwas nervös werden können. Aber nicht so die Unterländerinnen. Dank der grossartigen Unterstützung von der Bank konnten sie sich schnell wieder fangen und an den Badnerinnen dranbleiben. Sofort wurde wieder ins eigene Spiel zurückgefunden und durch viel Geduld im Angriff und eine starke Verteidigung konnte schliesslich auch der zweite Satz gewonnen werden.

Somit qualifizieren sich die Unterländerinnen auch in diesem Jahr für das Turnier der besten vier im kommenden April in Neuchâtel, wo man im Halbfinal auf Volley Luzern treffen wird. Die Unterländerinnen sind jetzt schon motiviert, sich für die Niederlage vom letzten Jahr zu revanchieren. 

Sie haben es wieder geschafft: Die Juniorinnen stehen im Halbfinale der Schweizermeisterschaft!
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