Montag, 16. April 2018, 12.24 Uhr

Zwei Punkte aus der Tessiner Doppelrunde

Das Damen 1 konnte nach einem anstrengenden Doppelwochenende zwei wichtige Punkte in der Abstiegsbarrage auf ihr Konto verbuchen. Obwohl sie sich am Samstag auswärts gegen Giubiasco 1:3 (25:20, 27:25, 22:25, 25:15) geschlagen geben mussten, erkämpften sie sich auf Heimterrain das 3:2 (14:25, 19:25, 25:9, 25:21, 16:14) nach einem 2:0 Rückstand.

Am Samstag erwartete das Damen 1 mit Giubiasco ein altbekannter Gegner aus der Meisterschaftsphase in der NLB. Mit dem Zug begab sich das ganze Team inklusive den Coaches nach Bellinzona, wo sie dann gemütlich zur Halle spazierten, in der der Gegner schon auf sie wartete. Bei beiden Meisterschaftsspielen gingen die Teams jeweils mit einem 3:2 auseinander, mit jeweils einem Sieg pro Team, weshalb von Anfang an klar war, dass es ein intensives, enges Spiel werden würde.

Obwohl die obigen genannten Tatsachen jeder und jedem klar war, starteten die Unterländerinnen mit angezogener Handbremse. Nichts schien richtig zu funktionieren und bis 17:11 profitierte Giubiasco vermehrt von den Eigenfehlern sowie der Unkonzentriertheit der Zürcherinnen. Ab diesem Spielstand löste sich diese Handbremse ein wenig, doch es reichte nicht vollständig um den Satz zu Gunsten des Damen 1 zu kehren, weshalb dieser zu 20 verloren ging.

Im zweiten Satz zeichnete sich nicht wirklich eine Besserung ab, die Unterländerinnen hinkten wieder bis 16:10 hinterher, haderten mit Ungeduld im Angriff, welche sich mit Eigenfehlern zum Ausdruck brachte. Doch als Küken Häring mit einer Serviceserie, welche bis 16:16 anhielt, dem Team Hoffnung schenkte, den Satz noch kehren zu können, spielte das gesamte Team auch wieder sicherer auf. Es gab lange, intensive Ballwechsel, welche zum Teil auf das Konto der Unterländerinnen verbucht werden konnten, aber auch solche die verloren gingen. Am Schluss fehlte noch eine Prise Glück, weshalb auch dieser Satz 26:24 verloren ging.

Auch im dritten Satz starteten die Zürcherinnen wieder sehr verhalten und hatten Probleme ihr eigenes Spiel durchzuziehen. Doch diesmal zeigte sich das Damen 1 geduldiger und durchaus cleverer, warteten auch mal ab, bis das ebenfalls junge Giubiasco den Fehler durch unzureichendes Risikomanagement von selbst machte. Gepaart mit dem starken Service des Gastteams, welcher die Annahme von Giubiasco zum wackeln brachte und es ihnen verunmöglichte über die Mitte zu punkten, zahlte sich die Geduld aus. Der dritte Satz ging verdient mit 25:20 an die Unterländerinnen.

Doch auf Dauer reicht ein geduldiges Spiel nicht aus. Im vierten Satz brach plötzlich die eigene Annahme auseinander und altbekannte Eigenfehler kehrten zurück. So war es für die Passeusen extrem schwierig, ein unberechenbares Spiel durchzuziehen, worauf viele Bälle im gegnerischen Block hängen blieben. Bei 25:15, einer roten Karte und nach insgesamt 97 Spielminuten war dann endgültig Schluss. Dementsprechend gross war die Enttäuschung, keine Punkte geholt zu haben, welche aber bei gemeinsamen Abendessen glücklicherweise wieder verflog. Der Kampfgeist, es am Sonntag auf Heimterrain besser zu machen, war definitiv zurück.

 

So trafen sich alle 15 Nasen des Damen 1 am Sonntag in gewohnter Frische wieder. Das Vortraining verlief gut, die Halle füllte sich nach und nach auch auf den Zuschauerrängen.

Weniger erfreulich waren die ersten beiden Sätze. Keine der Spielerinnen fand richtig ins Spiel, durch die Defense von Giubiaco brachten die Unterländerinnen keinen Ball auf den Boden und direkte Eigenfehler im Angriff kosteten das Heimteam den Kragen. Doch es war klar, dass auch schon andere Male ein 2:0 Rückstand aufgeholt wurde und das Spiel gewonnen werden konnte. Deshalb liess sich keine der Spielerinnen aus der Ruhe bringen und die Motivation das Spiel zu kehren war riesig.

Im dritten Satz ging alles auf für das Damen 1, die Defense der Unterländerinnen war stark und auch die Mittelblockerinnen verrichteten gute Arbeit am Block. Es wurde kurzen Prozess gemacht – 25.9. Im Vierten zogen alle weiter am gleichen Strick, alle arbeiteten gut mit- und füreinander. Es gab viele gute Defenseaktionen, diesmal zugunsten von Zuzu. Zwar endete dieser Satz knapper, jedoch stand nun 2:2 in den Sätzen.

Der Entscheidungssatz war regelrecht ein Kopf-an-Kopfrennen. Keines der Teams schenkte auch nur einen Punkt, beide wollten unbedingt diese zwei Punkte holen. Doch am Ende zeigte das Damen 1 des VBC züri Unterland einen kühleren Kopf und holte sich den Sieg vor Heimpublikum. Mit diesem Sieg steht das Damen 1 mit einem Bein in der Nationalliga B. Wir sind gespannt auf die Rückspiele gegen die 1.Liga Teams und hoffen, den Ligaerhalt definitiv sichern zu können.

Telegramm Samstag:
Wolf Haus Giubiasco Volley - VBC züri unterland 3:1 (25:20, 27:25, 22:25, 25:15). Arti + Mestieri - 35 Zuschauer. - SR: Nguyen Thanh Ut, Stalder Mischa. - züri unterland: Schmid; Mattmann, Bisang, Widmer, Fessler, Hinneburg. - Libera: Chicherio. - Einwechslungen: Merkofer, Steffen, Häring, Frangi.

Telegramm Sonntag:
VBC züri unterland – Wolf Haus Giubiasco Volley 3:2 (14:25, 19:25, 25:9, 25:21, 16:14). Sporthalle Ruebisbach - 45 Zuschauer. - SR: Tobler Deborah, Cejka Simone. - züri unterland: Schmid; Frangi, Bisang, Widmer, Mattmann, Hinneburg. - Libera: Merkofer. - Einwechslungen: Chicherio, Steffen, Häring, Fessler.
 

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