Sonntag, 04. November 2018, 20.07 Uhr

Niederlage im Spitzenspiel

Zum ersten Mal seit Lucian Jachowicz das Team im letzten Winter übernommen hat, verlieren die Unterländer ein Spiel. Im Derby gegen die Stadtzürcher müssen sich die Klotener 3:0 geschlagen geben.

Vor dem Spiel wurde viel über dieses Duell diskutiert. Die beiden Teams sind in der jungen Saison beide noch verlustpunktlos. Die Stadtzürcher grüssen von der Tabellenspitze, da sie ein Spiel mehr bestritten haben. Somit stand ein erstes Saisonhighlight der NLB-Ostgruppe an.

Die beiden Teams starteten beide sehr selbstbewusst und angriffig. Da gab es kein Abtasten. Die Teams kennen sich aus vergangenen Jahren und heissen Duellen bestens. Da erstaunt es kaum, dass sich kein Team absetzte und es auch am Satzende noch sehr eng war. Die Unterländer hatten beim Stand von 24:22 sogar zwei Satzbälle und einen davon sogar beim Side-Out. Leider gelang es jedoch den Unterländern nicht in dieser hitzigen Schlussphase mit einigen heiklen Entscheiden kühlen Kopf zu bewahren. Die Herren aus Kloten mussten sich 26:24 geschlagen geben.

Angestachelt durch diesen Satzverlust ging es für die Unterländer in den zweiten Satz. Schnell war ein Vorsprung von einigen Punkten geschaffen. Doch leider hielt dieser nicht lange. Zwei kurze Serien mit Annahme- und Angriffsschwierigkeiten auf Seiten des Heimteams genügten den Stadtzürchern, um ihrerseits wieder in Führung zu gehen. Die Unterländer, die heute vor allem im Service das eine oder andere Leistungsprozent vermissen liessen, schafften es nicht mehr diesen Rückstand aufzuholen. Es wäre nicht so gewesen, dass Volero Zürich wie aus einem Guss gespielt hätte, doch wie es der Klotener Coach sagte: „Wir verteidigen so viele Bälle und haben die Chance ein Break zu machen, doch irgendwie schaffen wir es nicht den Punkt zu buchen.“

Im dritten Satz wurde der Tank der Unterländer immer leerer. Das stete Verteidigen und den Punkt am Ende doch nicht zu machen, drückte einerseits auf die Moral und andererseits auch auf die Physis einiger angeschlagener Spieler. So ging die Überzeugung in die eigenen Fähigkeiten immer mehr verloren. Schlussendlich erspielten sich die Stadtzürcher einen grossen Vorsprung, der am Ende nochmals ein wenig schmolz, doch mehr als Resultatkosmetik war die Serviceserie von Manuel Gahr nicht.

Das Spiel war insgesamt auf einem hohen Niveau und auch entsprechend intensiv. Leider mit dem falschen Sieger aus Sicht der vielen Zuschauer, die mehrheitlich für das Heimteam Lärm machten. Nun gilt es weiter zu trainieren und den Kopf nicht hängen zu lassen. Die Chance zur Revanche kommt am 16. Dezember.

Telegramm:
VBC Züri Unterland – Volero Zürich 0:3 (24:26, 22:25, 20:25) Sporthalle Ruebisbach, 70 Zuschauer, – SR: Castro, Nguyen. – Züri Unterland: Perler, F. Brander, Bigger, Schlatter, M. Brander, Gahr. – Libero: Back. – Einwechslungen: Wachter, Häring, Navarro Alderete.

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