Montag, 18. Februar 2019, 08.11 Uhr

Ärgerliche Niederlage gegen den neuen Tabellenführer Traktor

Beide Teams wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen. Das merkte man bereits vor dem Spiel wenn man den Spielern der beiden Teams in die Augen schaute. Die bekannte Rivalität Basel gegen Zürich ist sowieso da und umso emotionaler wird es wenn es in einem Spiel um die Tabellenführung geht. Die Zürcher reisten als Leader (mit einem Spiel mehr) nach Basel.

Die Basler, die bei der gleichen Affiche im Cup eine bittere Niederlage erlitten haben, spielten von Anfang an sehr konzentriert und gut. Insbesondere die Services der Basler als auch die ausgezeichnete Verteidigungsarbeit stellte die Gäste vor eine zu schwere Aufgabe. Nach dieser kalten Dusche im ersten Satz (Basel gewann mit 25:16) meinte Coach Jachowicz: "Sie spielen genau so wie wir es erwartet haben. Jetzt sind wir gefordert und müssen das umsetzen was wir uns vorgenommen haben. Wir müssen besser aufschlagen und den Block besser positionieren."

Die Ansprache zeigte ihre Wirkung: Die Zürcher spielten wie aus einem Guss im zweiten Satz. Mit druckvollen Services und guter Blockarbeit setzten die Gäste den Grundstein zum Satzausgleich. Die Unterländer gewannen den zweiten Satz ebenfalls mit 25:16. Danach gab es eine lange Pause, in der unter anderem die gute Juniorenarbeit der Basler zelebriert wurde. Ein kleiner Teil der Zürcher Mannschaft stammt auch aus dieser Basler Schule und so musste Marco Back von Zürich Unterland noch kurz Red und Antwort stehen.

Nach diesem Intermezzo ging es weiter mit dem Spitzenkampf. Beide Teams wollten unbedingt diesen dritten Satz gewinnen. Bei den Zürchern spielte unterdessen auch Raphael Licka wieder. Der langjährige Aussenangreifer der Unterländer ist vor kurzem aus einem längeren Brasilienaufenthalt zurück gekehrt und unterstützt nun wieder die Unterländer. Der enge Schlagabtausch im dritten Satz konnten die Basler mit 25:23 für sich entscheiden. Die Zürcher revanchierten sich im vierten Satz und schafften so den Sprung ins Tie-Break.

Nach gut 90 Minuten Volleyball war die Angelegenheit in Basel völlig ausgeglichen. Beide Teams haben nicht nur gleich viele Sätze, sondern auch exakt gleich viele Punkte gewonnen. Im fünften Satz konnte sich zu Beginn kein Team absetzen und es entwickelte sich ein enges Rennen bis zum Seitenwechsel. Danach schafften es die Zürcher aber in mehreren Anläufen nicht das Sideout zu machen. Entweder war die Annahme nicht präzis genug oder die Gäste blieben im Block hängen. Diesen erspielten Vorsprung schaukelten die Basler dann problemlos heim.

Mit diesen zwei gewonnen Punkten für diesen Sieg im fünften Satz der Hausherren schlossen die Basler punktemässig wieder zu den Zürchern auf. Dank den weniger gespielten Spielen übernahmen sie die Führung wieder. Für die Unterländer ihrerseits ist noch nichts verloren. Sie haben die Entscheidung in der Meisterschaft immer noch in den eigenen Händen. Mit einem klaren Sieg im abschliessenden Heimspiel in der Sporthalle Ruebisbach gegen Basel können die Zürcher wieder vorbeiziehen egal was die Basler in den restlichen Spielen macht. Dies ist jedoch noch Zukunftsmusik. Zuerst müssen die Zürcher die restlichen Spiele gewinnen. Nächste Woche steht mit dem Spiel in Lausanne am Samstag und dem Cuphalbfinal-Highlight ein hartes Wochenende bevor.

Traktor Basel - VBC Züri Unterland 3:2 (25:16, 16:25, 25:23, 23:25, 15:11), Rankhof, Basel, 150 Zuschauer
SR: Kühne, Sanapo; VBC Züri Unterland: Perler, Bigger, M. Brander, F. Brander, Gahr, Schlatter - Libero: Back, Fotsch - Einwechslungen: Licka, Sommer

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