Sonntag, 24. Februar 2019, 15.35 Uhr

SENSATION! ZuZu zieht in Cup-Final ein!

David Schlatter jubelt nach einem weiteren Monsterblock!

Das Herren 1 schafft die Sensation und zieht in den Cup-Final ein! Die Unterländer schlagen Uni Bern 3:1 (23:25, 25:14, 25:22, 25:14) und schaffen damit erstmals, in der über vierzigjährigen Geschichte des Vereins, den Einzug in den Cup-Final! SENSATIONELL!

Dem Nationalliga B-Team VBC züri unterland ist im Schweizer Cup der ganz grosse Coup gelungen: Sie gewinnen am Sonntag, 24. Februar 2019, zum zweiten Mal in Folge gegen ein Team aus der höchsten Spielklasse und stehen nun im Final des Schweizer Volleyballcups. Dies ist zuletzt 1991 einem NLB-Team gelungen.

Dieser Erfolg wird nicht nur in die Vereinsgeschichte eingehen: Nachdem sich die Jungs vom VBC züri unterland (auch genannt «ZuZu») ursprünglich gar nicht für den Cup anmelden wollten, stehen sie nach den Siegen gegen zwei Vertreter aus der Nationalliga A im Final.
Eigentlich sollte das ZuZu-Herren 2 aus der 2. Liga im Cup antreten, da die bereits routinierten Spieler des Nationalliga B-Teams sich nebst der sonst schon zeitaufwändigen Meisterschaft nicht noch das Engagement im Cup aufhalsen wollten. Als aber klar war, dass das erste Spiel gegen einen Vertreter der NLB sein würde, hat man sich im Verein umentschieden und dann doch das Fanionteam geschickt. Im Dezember setzte sich die Equipe von Trainer Lucian Jachowicz dann mit 3:0 klar gegen das NLB-Spitzenteam aus der Westgruppe «Traktor Basel» durch und der Viertelfinal war erreicht. Der zugeloste NLA-Vertreter TSV Volleyball Jona (8. und letzter Platz in der NLA mit 6 Punkten) reiste dann anfangs Februar nach Kloten und musste nach einer klaren 1:3 Niederlage ohne Halbfinal-Ticket wieder nach Hause. Bereits bei diesem Cup-Knüller zeichnete sich ab, zu was die Mannschaft rund um Coach Jachowicz in der Lage war: Die Mannschaft wurde einerseits von Jachowicz, einem ehemaligen Spieler in der deutschen Bundesliga, perfekt auf den Gegner eingestellt. Zum anderen behielten die routinierten Spieler, mehrere von ihnen mit NLA- und Schweizer Nationalmannschaftserfahrung, zu jedem Zeitpunkt die Ruhe und dominierten das Spiel.

Zum Highlight kam es dann am Sonntag, 24. Februar 2019: Zu Gast war erneut ein Nationalliga A-Team, dieses Mal war es der VBC Uni Bern. Die Hauptstädter liegen aktuell mit 17 Punkten auf dem 7. Rang und reisten mit fünf ausländischen Profi-Spielern sowie einem Trainerstab von 3 Leuten an. Gleich zu Beginn wurde den zahlreichen Zuschauern der Klotener Ruebisbach-Halle klar: Hier ist heute eine Sensation möglich! Zwar setzten sich die Gäste aus der Hauptstadt im ersten Satz noch mit 25:23 durch, das Spiel war aber hart umkämpft und der erste Satz ging aus Zürcher Sicht schlussendlich nur durch einige unnötige Eigenfehler verloren. Auch das Berner Spiel hatte Coach Jachowicz bis ins Detail entschlüsselt und der Aufwand sollte sich lohnen: Gleich mit 25 zu 14 demütigte das Heimteam die Mutzen! Ein Aufbäumen der Gäste ermöglichte ihnen im dritten Satz dann, auf etwas mehr Zähler zu kommen (22:25), die routinierten Zürcher Unterländer liessen sich von den verzweifelten Versuchen aber nicht beirren und sicherten sich im vierten Durchgang mit einem erneut klaren 25 zu 14 das Finalticket.

Wie aussergewöhnlich das ist, erklärt Trainer Lucian Jachowicz: «Anders als im Fussball kannst du im Volleyball nicht auf ein Sensationstor hoffen und dich dann hinten reinstellen. Du musst über drei volle Sätze besser als dein Gegner sein und dir jeden Punkt erkämpfen. Wir haben es geschafft, die Schwachstellen der anderen Teams auszunutzen und so die sehr starken Individualisten in Schach zu halten. Auch wurden wir von einem sensationellen Publikum getragen.» Vereinspräsident Vassilios Koutsogiannakis schreibt den historischen Erfolg der Teamleistung zu: «Gleich zwei Mal haben unsere Jungs ein vermeintlich stärkeres Team geschlagen und dabei gezeigt, dass dies im Volleyball mit einer starken Teamleistung und einer akribisch vorbereiteten Taktik möglich ist. Wir sind unglaublich stolz!»

Nun wartet im Final LINDAREN Volley Amriswil, der langjährige Liga-Krösus, welcher sich im Halbfinal allerdings nur knapp mit 3:2 gegen Volley Näfels durchgesetzt hat. Jachowicz gibt dazu eine klare Prognose ab: «Wir haben eine wahnsinnige Cupserie gespielt, aber unser Weg wird wohl im Finale zu Ende sein. Amriswil ist auch im europäischen Kontext eine Topmannschaft und da wird es sehr schwer, nicht abgeschossen zu werden, so realistisch muss man sein. Träumen ist im Sport aber immer erlaubt, wir werden auf jeden Fall alles geben und den Event mit unseren Fans geniessen, das haben wir uns verdient. Dass wir unsere Saisonabschlussreise nun verschieben müssen, nehmen wir dafür gerne in Kauf.» Er spricht damit auf die bereits gebuchte Teamreise an, welche die Mannschaft zum Saisonabschluss am vermeintlich spielfreien Cup-Wochenende in München verbracht hätte. Anstatt im Münchner Biergarten über die vergangene Saison zu sinnieren, dürfen die ZuZu-Jungs nun das Saisonhighlight im Schweizer Volleyball live miterleben und Schweizer Volleyballgeschichte schreiben.

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