Montag, 06. Mai 2019, 07.45 Uhr

Doppelter Ligameistertitel

Die Ligameisterinnen

Nach der guten Vorrunde in der U17-Meisterschaft, der Qualifikation für den 1. Tag der Nach-wuchs-Schweizermeisterschaft im U17 sowie der sensationellen Leistungen im U23-Wettbewerb – da führten wir als jüngstes Team die Tabelle zum Start des neuen Jahres an - starteten wir im Ja-nuar mit dem klaren Fokus auf die Nachwuchs-SM von Mitte Februar 2019 in Lugano in die Trai-nings.

U17F1

Der dritte Spielsonntag für die U17-Meisterschaft Ende Januar war einerseits Vorbereitung auf die Nachwuchs-SM aber auch bereits die erste Hälfte, welche für Schlussrangliste in dieser Kategorie zählte (die Resultate von Spieltag 3 und 4 werden zusammengezählt). Wir zeigten uns bereit und spielten während dem ganzen Tag sehr gutes Volleyball. So wurden die beiden Teams von Näfels und Rüschlikon geradezu deklassiert und die beiden Spiele klar mit 2:0 gewonnen. Das Highlight am 3. Spieltag war das Spiel gegen Volero. Beide Teams spielten auf sehr hohem U17-Niveau und zeigten hervorragende Ballwechsel. Es wurde um jeden Ball gekämpft und das Spiel wogte hin und her. Auch die Stimmung war (wieder einmal) sehr ausgelassen und motivierte beide Teams zusätz-lich. Nach einem sensationellen Spiel, grossem Kampf, zwei vergebenen Match- und drei abge-wehrten Satzbällen im 2. Satz verloren wir das Spiel leider nach beinahe 60 Minuten Spielzeit mit 1:2! Es war wohl das beste Spiel während der gesamten Saison und wir zeigten uns bereit für die Nachwuchs-SM.

Anfangs Februar reiste wir frohen Mutes und mit viel Motivation bereits am Samstagnachmittag nach Lugano an den 1. Tag der Nachwuchs-Schweizermeisterschaft. Aufgrund der Dreijahreswer-tung waren wir als Nr. 9 gesetzt und wurden mit Volley Lugano (#1), VBC Cheseaux (#8) und VBC Aadorf (#16) in die Gruppe eingeteilt. Das 1. Spiel am Sonntag war gleich gegen den Titelverteidiger Lugano. In beiden Sätzen konnten wir jeweils bis Mitte des Satzes das Spiel ausgeglichen gestalten. Je länger das Spiel dauerte, desto besser stellte sich Lugano auf unsere Angriffe ein und deckte vermehrt die Schwächen in unserer Annahme und Verteidigung auf. So wurde das Spiel, trotz guter Leistung, doch klar mit 2:0 verloren. Nach einer etwas längeren Pause und einem Pasta-Mittagessen stand das Spiel gegen Cheseaux an. Da erhofften wir uns den 1. Sieg. Leider fanden wir nie ins Spiel und die Annahme war das ganz grosse Problem. Ohne Annahme, kein Angriff und ohne Angriff kein Punkt. Ohne gross glänzen zu können verloren wir auch dieses Spiel 2:0 und so-mit war klar, dass wir das 3. Spiel gewinnen müssen, um wenigstens den Kreuzvergleich gegen den 2. Platzierten aus der anderen Gruppe zu erreichen. Nochmals voll konzentriert und fokussiert bereiteten wir uns auf das letzte Gruppenspiel vor. Obwohl jeweils zu Beginn des Satzes immer zwei, drei Punkte im Rückstand, verloren wir nie den Kopf und die Sicherheit. Jeweils zu Satzmitte holten wir auf, drehten den Satz und somit das Spiel. Schlussendlich war es ein klarer 2:0 Sieg ge-gen Aadorf und das Minimalziel – der Kreuzvergleich – war erreicht. Dort wartet mit Volley Luzern (#4) der vermeintliche Gruppenfavorit der anderen Gruppe. Im 1. Satz verlief der Start nicht nach unserem Wunsch. Mehrere Annahmen fanden nicht die Hände der Zuspielerin und dadurch konnte auch kaum Druck aufgebaut werden. Als dann unsere Libera zum x-ten Mal in dieser Saison den Ball an den Kopf erhielt, verlor wir die Entschlossenheit und den 1. Satz. Der Start in den 2. Satz verlief besser und wir konnten kurz mit mehreren Punkten Vorsprung etwas davonziehen. Leider konnte der Vorsprung nicht gehalten und die Leistung vom Aadorf-Spiel nicht wiederholt werden. So kam es beim Stand von 16:24 zu 8 Matchbällen für Luzern. Sechs Matchbälle konnten dank Lou’s Serviceserie abgewehrt werden. Aber beim ersten richtigen Angriff während dieser Serviceserie gab es Unstimmigkeiten und der Satz und das Spiel waren verloren. Leider schafften wir es im ent-scheidenden Spiel nicht, unser bestes Volleyball abzurufen. So endete der Ausflug nach Lugano doch enttäuschend! Im Nachhinein stellte sich heraus, dass wir am Ende gegen drei von vier Teil-nehmer des Finalturniers – dem «final four» - verloren hatten. Dies zeigte doch, dass wir auf gutem Weg sind und im nächsten Jahr einen erneuten Anlauf machen werden!

Am vierten Spielsonntag am 24. März in Wädenswil startete wir aufgrund der Resultate von Ende Januar mit 1 Punkt Rückstand auf Volero. Da an diesem Sonntag nur drei Teams anwesend waren, wurde über drei Gewinnsätze gespielt. Nach dem Startspiel gegen Volley Rüschlikon, welches nach einem soliden Spiel 3:0 gewonnen wurde, ging es gegen Volero um den Ligameister-Titel. Da Volero zuvor auch Rüschlikon klar 3:0 geschlagen hatte, musste das Spiel gewonnen werden. Mit grosser Motivation und sehr fokussiert starteten wir in das Spiel und legten gleich einmal einige Punkte Ab-stand zwischen uns und Volero. Die Gegnerinnen liessen aber nicht locker und glaubten bis zum Schluss an ihre Möglichkeit. Diese packten sie dann auch kurz vor Satzende, überholten uns noch und gewannen den Satz knapp mit 25:23. Wer nun ein Einbrechen von uns erwartete, sah sich ge-täuscht. Mit noch mehr Kraft, Mut und gesunder Aggressivität starteten wir in den 2. Satz! Neuer Satz, gleicher Beginn aber besseres Ende! Wir zogen nicht nur im 2. und 3. Satz unser Spiel durch; nein auch im 4. Satz liessen wir nichts anbrennen, servierten clever und nutzten unsere Chancen! Der Jubel war sehr gross, als der Matchball zum 3:1 Sieg verwertet und wir dadurch den Ligameis-ter-Titel U17 in der Region Zürich gewonnen hatten! Nach der Siegerehrung und dem Erhalt des Ligameister-Shirts musste dieser Titel «eishockey-mässig» gefeiert werden: so trafen wir uns am Ufer des Zürichsee zu einem gemeinsamen «meisterlichen Sprung» ins noch etwas kühle Nass!

Oben v.l.n.r.: Luana, Alesia, Malina, Jill, Lana, Fabio / Unten v.l.n.r: Lisa, Janina, Noelia, Raphaela, Lou

U23F2

Nach den erfreulichen Resultaten im 2018 führten wir die Tabelle überraschenderweise nach fünf Spielen zum Jahreswechsel ohne Niederlage an. Das junge Team hat sich super geschlagen und wir freuten uns auf die verbleibenden sieben Spiele bis Ende März. Aufgrund verschiedener Vorga-ben wussten wir, dass wir öfters (Raphaela) bis fast immer (Lisa) auf die beiden Spielerinnen vom Leistungszentrum werden verzichten müssen. Dafür gesellte sich Aline neu ab 2019 zum Team und übernahm bei Abwesenheit von Raphaela die Pass-Position. Trotz dieser Vorgaben und der Situation, dass uns die Gegner nicht mehr unterschätzen würden, liessen wir uns nicht von unse-rem Vorhaben abbringen, möglichst viele Siege zu erreichen.

Als Team kamen wir immer besser mit dem neuen 5:1-System und alle Spielerinnen auch mit ihren Positionen zurecht. Das erste Spiel im neuen Jahr war ein hartumkämpftes Samstagabendspiel in Wetzikon. Die Sätze waren sehr eng und das Spiel dauerte beinahe zwei Stunden. Nach zwei knapp gewonnen und einem knapp verlorenen Satz gewannen wir den 4. Satz doch etwas klarer und somit das Spiel 3:1. Sechs Tage später passierte dann das, was irgendwann einmal kommen musste. Durch viele Abwesende etwas geschwächt, mit Aline erstmals als Zuspielerin und mit Luli als Dia-Spielerin (anstelle als Libera) starteten wir gegen Rämi ins nächste Spiel. Zu Beginn merkte man nicht viel davon. Eindreiviertel Sätze waren wir spielbestimmend und gewannen den ersten Satz klar. Mit dem 1. Satzball im zweiten Satz riss dann plötzlich für kurze Zeit der Faden und wir verloren den 2. Satz noch mit 26:28. Mit grosser Wut im Bauch entschieden wir den 3. Satz wieder klar für uns. Leider nahmen wir es dann wieder etwas zu locker, bauten die gegnerischen Spielerin-nen auf und verloren den 4. und 5. Satz jeweils knapp. So fuhren wir mit einem anstelle von drei Punkten wieder zurück nach Kloten und schworen für die nächsten Spiele Besserung! Dies setzen wir gleich im nächsten Spiel – Spitzenkampf gegen Tabellenzweiten Volero – souverän um. Mit ei-nem klaren 3:0 Sieg, nach anfänglichen Startschwierigkeiten, nahmen wir wieder Schwung auf und gewannen daraufhin auch die nächsten Spiele gegen Uster (3:1) und Limmattal (3:0) wieder ziem-lich souverän. Dabei konnten alle Spielerinnen eingesetzt und auch den (noch) jüngeren und teil-weise unerfahrenen Spielerinnen Einsatzzeiten gewährt werden.

So wussten wir vor den beiden letzten Spielen gegen Volero und dem Derby gegen Zuzu’s ältere U23 Spielerinnen, dass wir entweder einen Punkt gegen Volero oder einen Sieg im Derby brauchen würden. Mitte März stand dann das (vor)entscheidende Spiel gegen Volero an. Das Trainer-Duo Fabio und Kathrin konnten auf alle 14 Spielerinnen zählen und auch Volero war vollzählig, mit eini-gen 1. Liga Spielerinnen, anwesend. Das es sich um ein entscheidendes Spiel handelte, merkte man auch an der Zuschauermenge. Ca. 40 Personen machten Lärm, wie es sonst höchstens bei einem NL-Spiel üblich war. Im 1. Satz wurden wir so richtig überrollt – zu 12 ging der Satz verloren! Nach kurzer Pause und einigen Worte vom Coach fanden wir immer besser zu unserem Spiel. V.a. unsere Service und das Spiel im hinteren Teil des Feldes war viel besser als im 1. Satz. So gewan-nen wir den 2. Satz doch klar zu 18! Jetzt musste Volero reagieren, denn sollten wir noch einen Satz gewinnen, wäre das Ligameister-Rennen entschieden. Volero reagierte mit viel Power, Einsatz und guten Angriffen. Das Spiel war nun sehr ausgeglichen und auf gutem 3. Liga – Niveau. Dies führte die sehr gute Schiedsrichterin auch zwischendurch an ihre Grenzen (ein 2. Schiedsrichter hätte wohl öfters «gut getan»). Volero führte im 3. Satz meistens mit drei, vier Punkten Vorsprung und irgendwie schafften wir es nicht, punktemässig aufzuschliessen. Kurz nach Satzmitte griff un-ser Coach in die Trickkiste und brachte Aline als neue Zuspielerin für Lana (unsere Dia) und lies Raphaela als Dia-Spielerin (normalerweise Zuspielerin) – etwas Fachchinesisch muss sein – auf dem Feld. Dies führte dazu, dass weiterhin drei Angreiferinnen am Netz standen. Zudem stellte Ali-ne Volero mit ihren Services ein um das andere Mal vor grosse – nein, sehr grosse – Schwierigkei-ten. So machten wir Punkt um Punkt gut, holten auf und machten den Sack zu! Der 3. Satz gewan-nen wir mit 25:21 und hatten den Ligameister-Titel als wohl jüngstes U23-Team in der Tasche! Der Jubel auf der einen Seite und der Frust auf der anderen Seite war riesig! Zum Dank an alle Spiele-rinnen im Team, die an diesem Abend aber auch während der Saison nicht soviel zum Spielen ka-men, setzte der Coach diese im 4. Satz ein. Mit etwas mehr Erfahrung und ein wenig mehr Spiel-glück hätten wir auch den 4. Satz gewonnen. Lange führten wir und gaben erst kurz vor Ende des Satzes die Führung ab. Wie es sich also für so ein Spiel gehört, spielten wir den Entscheidungs-satz! Es war nochmals ein engagiertes, intensives Spiel und beide Teams schenkten sich nichts. Wir führten lange mit drei Punkten Vorsprung. Am Schluss war der Wille bei Volero wohl aufgrund des verpassten Ligameister-Titels doch noch etwas grösser und wir verloren den unbedeutende 5. Satz mit 14:16! Trotz des vergebenen 5. Satzes und Sieg war die Freude und Zufriedenheit bei allen Spielerinnen und dem Trainer-Duo riesig!

Somit wurde das letzte Spiel, unser Zuzu-Derby, nur noch ein Spiel um die Ehre. Leider standen bei beiden Teams einige Spielerinnen nicht zur Verfügung. Wir hatten mit den Abwesenden weniger zu kämpfen als unsere Zuzu-Kolleginnen. Wir waren über das gesamte Spiel mehr oder weniger in Führung und siegten am Ende klar mit 3:0. So beendeten wir die Saison, wie wir sie begonnen hatten – mit einem Sieg im Zuzu-Derby!

Oben v.l.n.r.: Kathrin, Aline, Joelle, Janina, Lucia, Malina, Lisa, Fabio / Mitte v.l.n.r.: Alina, Jill, Alesia, Lou, Lana, Raphaela / Liegend v.l.n.r.: Luana, Noelia

Noch etwas U23-Statistik:

  • Der wohl jüngste U23-Ligameister (eigentlich bis Jahrgang 1997) besteht aus Spielerinnen mit Jahrgang 01 (1), 02 (1), 03 (2), 04 (4), 05 (5) und 07 (1). Nur das Trainer-Duo ist etwas älter!

  • Von den 12 Spielen wurden 10 Spiele gewonnen, davon zwei mit 3:2, und zwei Spiele verlo-ren (beide mit 2:3). Von den möglichen 36 Punkte erspielten wir uns 30 Punkte und gewan-nen mit vier Punkten Vorsprung vor Volero die Meisterschaft!


Herzliche Gratulation zu beiden Titeln!

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