Freitag, 24. Mai 2019, 07.57 Uhr

Lucian Jachowicz bleibt Züri Unterland treu

Das gilt zunächst für eine der wichtigsten Positionen: jene des Trainers. Lucian Jachowicz, der das Team im Januar 2018 übernommen, zum sicheren Ligaerhalt und in der vergangenen Spielzeit als erstes NLB-Team seit 1991 in den Final des Schweizer Cups geführt hat, bleibt dem Verein erhalten. Da die Erfolge des 31-jährigen Trainers, der keinen Trainerschein besitzt, sich auch eine sportliche Etage weiter oben herumgesprochen haben, stellt das keinesfalls eine Selbstverständlichkeit dar.

Jachowicz bestätigt denn auch, Anfragen von drei NLA- Clubs erhalten zu haben. «Mit einem Verein war der Austausch schon recht eng und wurde ziemlich konkret», verrät er, «aber zum einen hat sich der Gedanke seltsam angefühlt, Züri Unterland schon wieder zu verlassen, obwohl ich mich im Verein so wohl fühle. Zum anderen wäre der Aufwand, den ich in der NLA betreiben müsste, um sowohl meinen eigenen Ansprü-chen als auch denen der Spieler dort gerecht zu werden, zu hoch.» Dies umso mehr, als er sich bewusst für seinen Beruf als Lehrer entschieden habe. Und beides wäre schlecht zu vereinbaren gewesen. «Volleyball soll für mich als Trainer ein Hobby bleiben», meint Jachowicz, «das Profileben habe ich als Spieler schon gesehen.» So aber freue er sich auf eine weitere Saison mit Züri Unterland.

Ein Neuer für die Mitte

Im Wesentlichen dürfte Lucian Jachowicz dabei auf dasselbe Kader wie im Vorjahr bauen. Mit Ausnahme des Passeurs Fabian Perler, der seine Karriere beendet hat, bleibe der Kern des Teams unverändert. Hinter zwei Stammspielern, die wie er selbst Interesse in der NLA geweckt hätten, stünden noch Fragezeichen. «Alle anderen haben zugesagt», berichtet Jachowicz erfreut. Zudem habe Raphael Licka angekündigt, dem Team wesentlich mehr zur Verfügung zu stehen als in der vergangenen Saison. Auch mit anderen möglichen Rückkehrern stehe er in Kontakt, deutet der Trainer an. Auch ein Neuzuzug steht bereits fest: Mit Nick Bienz, der vom NLA-Team Volley Luzern kommt, verstärkt ein gemäss Jachowicz hoch talentierter Mittelblocker Züri Unterland. Handlungsbedarf sieht der Coach auf der Passeur-Position: «Neben Luc Häring brauchen wir einen zweiten Spieler als Alternative.» 

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